US-Präsident Donald Trump ist zunehmend verärgert über das Verhalten seiner Verbündeten im Iran-Krieg. Der Vorwurf: Sie würden ihn nicht ausreichend unterstützen. Nun droht er Großbritannien, sie sollen sich doch selbst um ihre Ölversorgung kümmern – die USA würden ihnen dabei nicht mehr helfen.
Es ist nicht das erste Mal, dass Donald Trump aufgrund der – seiner Meinung nach – fehlenden Unterstützung seiner Verbündeten die Wut packt. Erst vor wenigen Wochen bezeichnete er die Haltung der Allianz als „ziemlich schockierend“, sagte Trump am Dienstag im Oval Office in Washington. Er gab sich enttäuscht von der NATO.
Trump schießt gegen Vereinigtes Königreich
Jetzt legt der US-Präsident nach: Alle Länder, die aufgrund der Blockade der Straße von Hormuz kein Öl bekommen könnten, „wie etwa das Vereinigte Königreich, das sich geweigert hat, sich an der Enthauptung Irans zu beteiligen“, könnten ihr Öl entweder in den USA kaufen oder sollen es selbst von der Straße von Hormuz holen, wetterte Trump auf seiner Plattform „Truth Social“.
„Holt euch euer eigenes Öl!“
In seinem Posting schrieb er am Dienstag: „Fasst endlich Mut, fahrt zur Straße von Hormuz und nehmt es euch einfach. Ihr müsst lernen, für euch selbst zu kämpfen.“ Die USA würden nicht länger helfen, schreibt er weiter, „genauso wie ihr nicht für uns da wart. Der Iran ist im Grunde genommen dezimiert. Der schwierige Teil ist geschafft. Holt euch euer eigenes Öl!“
Trump: „Werden uns daran erinnern!“
Trump griff auf seiner Plattform auch Frankreich an. Das Land habe „Flugzeugen, die mit Militärgütern beladen nach Israel fliegen wollten, den Überflug über französisches Hoheitsgebiet verweigert. Frankreich hat sich in Bezug auf den ‚Schlächter des Iran‘, der erfolgreich ausgeschaltet wurde, SEHR UNKOOPERATIV verhalten!“ Weiter drohte er: „Die USA WERDEN SICH DARAN ERINNERN!!!“
Frankreich hat die Nutzung seiner Stützpunkte für Operationen wie die Betankung erlaubt, jedoch für Flugzeuge, die an Angriffen beteiligt sind, untersagt. Ob sich Trump mit seinem Ausbruch auf einen bestimmten Vorfall bezog, ist unklar.
Trump kassiert einen Schlag nach dem anderen
Erst kürzlich verschärfte auch Italien seinen Widerstand gegen die USA. Die Regierung unter Meloni, die eigentlich als wichtige Verbündete von Trump gilt, verweigerte in den letzten Tagen US-Kampfflugzeugen die Landeerlaubnis auf dem Stützpunkt Sigonella auf Sizilien. Begründet wurde das Verbot damit, dass die Flugpläne der USA mit dem Krieg im Iran in Verbindung stehen, so ein hochrangiger italienischer Beamter.
Auch Spanien stellt sich gegen die USA
Die Blockade Italiens kam nur einen Tag, nachdem Spanien erklärt hatte, es verweigere nun nicht nur die Nutzung seiner Stützpunkte, sondern auch die Überflugrechte für Flugzeuge, die am Krieg beteiligt sind. Spanien wolle den ‘einseitig begonnenen Krieg, der gegen das Völkerrecht verstößt‘ nicht unterstützen“, sagte Vizeministerpräsident Carlos Cuerpo.
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