Bergnotfälle in Tirol

Bursche (17) stürzte ab, Klettergruppe saß fest

Tirol
25.05.2026 11:30

Absturz, Panikattacke, verhedderte Kletterseile: Mehrere Notfälle von Bergsportlern erforderten in Tirol am Pfingstwochenende den Einsatz von Hubschraubern. Ein 17-Jähriger wurde in Schwaz schwer verletzt, weitere Rettungsbedürftige konnten unverletzt ins Tal gebracht werden.

Der 17-Jährige verletzte sich bei einer Bergtour in Schwaz. Der Jugendliche war am Samstag mit zwei Kollegen (15 und 16) zunächst zur Proxenalm, von dort zur Kellerjochhütte und zur Kellerjochkapelle auf 2344 Meter gewandert. Anschließend wollten die drei Ukrainer in Richtung Alpinsteig absteigen und weiter auf den Gratzenkopf (2087 Meter) wandern.

40 Meter abgestürzt
Doch die Schneelage zwang die drei Burschen dazu, immer wieder abseits des Weges zu gehen. Schließlich versuchte der 17-Jährige über steiles, felsdurchsetztes Gelände in Richtung Proxenalm abzusteigen, obwohl ihm seine Begleiter davon abrieten. Beim Versuch, auf einen Felsen zu springen, rutschte er dann aus, verlor den Halt und stürzte rund 40 Meter über felsiges Gelände bis in eine Schotterrinne ab, wo er schwer verletzt liegen blieb.

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Der verunfallte 17-Jährige wurde nach der Erstversorgung mittels Tau geborgen und in die Innsbrucker Klinik gebracht.

Die Polizei in einer Aussendung

Der Verunfallte wurde vom Rettungshubschrauber mittels Tau geborgen und in die Innsbrucker Klinik gebracht. Seine Freunde wurden von einem Alpinpolizisten ins Tal begleitet.

Panikattacke machte Weitergehen unmöglich
Am Sonntag wurden im Oberland zwei Hubschrauber-Einsätze notwendig. Zunächst hatte sich ein rumänisches Ehepaar (52 und 50) auf einer Bergtour von Ehrwald zur Coburger Hütte und weiter in Richtung Sonnenspitze verstiegen und war bei 2270 Meter in steiles, felsdurchsetztes Gelände geraten. „Aufgrund dessen erlitt die Frau eine Panikattacke und konnte weder vor noch zurück“, berichtet die Polizei. Die lauten Hilferufe des Paares alarmierten den Wirt der Coburger Hütte, der einen Notruf absetzte. Der Polizeihubschrauber barg die beiden unverletzt und flog sie zur Coburger Hütte. 

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Aufgrund der Situation war ein selbstständiges Weiterkommen nicht mehr möglich. 

Die Polizei über die Klettergruppe in Nesselwängle

Seile hoffnungslos verhängt
Am Sonntagabend benötigte dann eine Klettergruppe am Gimpel (2173 Meter) in Nesselwängle Hilfe. Die drei Deutschen (35, 36 und 37) und ein Belgier (26) wollten sich am Abend über die Kletterroute „Alte Süd“ abseilen, als sich ihre Seile derart verhängten, dass sie nicht mehr gelöst werden konnten. Die vier suchten sich einen Standplatz und setzten aufgrund der einsetzenden Dämmerung einen Notruf ab. Der Notarzthubschrauber brachte alle vier unverletzt ins Tal.

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