Der rückläufige Trend im Asylbereich ist im ersten Jahresdrittel stabil geblieben. 3397 Anträge wurden von Jänner bis inklusive April eingebracht, was gesamt ein Rückgang von rund 45 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2025 ist. In keinem Monat lag das Minus unter 41 Prozent, im April war man mit 45 Prozent exakt im Schnitt.
Lediglich 1410 der Ansuchen waren originär, also von neu eingereisten Personen. Der Rest entfällt etwa auf nachgeborene Kinder. So sind heuer auch die Null- bis Siebenjährigen mit einem Anteil von über 42 Prozent die mit Abstand stärkste Altersgruppe in der Antragsstatistik.
Syrer an der Spitze
Syrer liegen zahlenmäßig insgesamt an der Spitze, doch sind gleich 736 der 856 Anträge von Bürgern des Landes nicht originär, also nur eine kleine Zahl der Ansuchen von neu ins Land kommenden Personen. Die meisten originären Anträge kamen in den ersten vier Monaten von Afghanen.
Grundversorgung geringer ausgelastet
Langsam zurück geht auch die Auslastung der Grundversorgung, die sich Anfang Mai um 48.281 Personen kümmerte. Das sind etwa 4600 Personen weniger als zu Jahresbeginn, der größte Teil davon Vertriebene aus der Ukraine. Immerhin sind 1126 Grundversorgte unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.
Aus dieser besonders vulnerablen Gruppe kamen im ersten Jahresdrittel 57 Personen nach Österreich, eine davon sogar unter 14. Das häufigste Herkunftsland der unbegleiteten Minderjährigen ist Somalia. Von den 16 weiblichen Flüchtlingen aus dieser Gruppe kamen gleich elf aus dem afrikanischen Land. Auch bei den Männern stehen Somalier deutlich an der Spitze.
Mehr als 5000 Schutztitel
Schutztitel wurden in den ersten vier Monaten in 5041 Fällen erteilt. Subsidiären Schutz gab es dabei ein wenig häufiger als Asyl. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) sieht insgesamt eine richtige Entwicklung. Es gehe um den Kampf gegen Missbrauch und den Schutz des Systems, um jenen zu helfen, die tatsächlich Hilfe brauchten, erklärte der Ressortchef in einer schriftlichen Stellungnahme.
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