Weniger Lateinstunden? Nein! Mehr KI? Nein! Sechsjährige Volksschule? Nein! Die reflexartige Ablehnung von Reformen im Schulwesen gehört mittlerweile schon zur österreichischen Folklore. Dabei täten Neuerungen unserem Bildungssystem gut.
Ob er mit einer solchen Betonfront an Widerstand gerechnet hat, als er via „Krone“ weniger Lateinunterricht zugunsten von KI und „Medien und Demokratie“ forderte? Bildungsminister Christoph Wiederkehr merkt jetzt, was passiert, wenn man mächtigen Lehrergewerkschaftern thematisch in die Quere kommt. Nicht viel anders verhält es sich aktuell mit einer möglichen Reform des Volksschulwesens, das, was Veränderungen betrifft, in etwa auf dem Stand von vor 50 Jahren ist. Wiederkehr möchte eine Schule für alle Kinder bis zwölf Jahre einführen – das hieße eine Verlängerung der Volksschulzeit auf sechs Jahre.
Prüfen wird man diese Idee zumindest dürfen – doch noch bevor die erste Modellregion etabliert ist, gibt es einen Aufschrei der üblichen Verdächtigen. Kostet zu viel, bringt zu wenig. Der junge Bildungsminister wird routinemäßig betoniert.
Schade, kann man nur sagen, denn eine Reform unseres veralteten Bildungssystems wäre dringend notwendig. Man muss nur in die Nordländer schauen, wo regelmäßig Neuerungen zugelassen werden und die Schüler leistungsmäßig auf der europäischen Überholspur sind.
Einen schönen Samstag!
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