Verkehrsminister Peter Hanke will die Schweiz als europäisches Bahnland Nummer eins überholen. Helfen soll auch eine Strukturreform, der Konzern soll schlanker und effizienter, sowie Kompetenzen gebündelt werden. Der Minister will „Doppelgleistigkeiten“ abstellen, am Ende soll die Kommunikation mit den Kunden und die Pünktlichkeit besser werden.
Die letzte große Strukturreform im ÖBB-Konzern liegt schon über 20 Jahre zurück, nun will Verkehrsminister Peter Hanke die ÖBB neu strukturieren. Das Unternehmen soll die Pläne ausarbeiten, 2027 geht es dann mit dem Umkrempeln los. Möglich ist etwa eine Reduzierung der Ebenen im Konzern von drei auf zwei, die Holding soll mehr operative Aufgaben übernehmen. Dafür wäre eine Gesetzesänderung nötig.
ÖBB sollen flexibler werden
Anlass für die Reform sind veränderte Rahmenbedingungen, die EU-Politik gibt Herausforderungen vor, die Anforderungen an die Qualität steigen und die Klimaziele machen eine schnelle Mobilitätswende nötig. Hanke will einen „erweiterten Handlungsspielraum“ schaffen.
In der Produktion sollen Doppelgleisigkeiten beendet werden, Dinge nicht mehrfach erledigt werden. Es gehe aber nicht um ein Sparprogramm, Mitarbeiter werden nicht abgebaut. Im Gegenteil; „Die ÖBB werden weiterhin jährlich rund 4000 Mitarbeiter suchen“, so Hanke, der das Preis-Leistungs-Verhältnis verbessern will, heißt: pünktlicher werden und auch die Kommunikation mit den Kunden soll besser werden, der Konzern „modernisiert werden“.
Die ÖBB reagieren positiv auf Hankes Vorstoß. Vorstandschef Andreas Matthä erwartet sich mehr Handlungsspielraum. Das derzeitige Bahngesetz zwängt bei der Struktur ein, man wolle „beweglicher“ werden. Die ÖBB-Führung spricht sich daher für eine Novelle des Gesetzes aus und wird Vorschläge zur Umstrukturierung machen.
Österreich soll Schweiz überholen
Am Ende will Hanke Österreich zur Bahnfahrer-Nation Nummer 1 in Europa machen. Derzeit sind es 2300 Bahnkilometer jährlich pro Österreicher, nur im Nachbarland Schweiz sind es europaweit noch mehr.
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