Im krone.tv-Talk spricht Infrastrukturminister Peter Hanke über das Jahr 2025 als Wendepunkt für die Mobilität in Österreich. Erstmals zeige sich der Umstieg auf neue Antriebsformen deutlich in den Zahlen: Elektroautos legen stark zu, die Ladeinfrastruktur wächst rasant und die Skepsis gegenüber E-Mobilität nehme spürbar ab.
Allein bei den Neuzulassungen sei ein klarer Sprung gelungen. Rund 21 Prozent der neu zugelassenen Pkw fahren mittlerweile elektrisch, insgesamt sind bereits etwa 250.000 E-Autos auf Österreichs Straßen unterwegs. „Das ist eine klare Steigerung im Vergleich zum Vorjahr“, betonte Hanke und verwies auf das größere Modellangebot und sinkende Preise.
Ausbau der Ladeinfrastruktur
Ein entscheidender Faktor für diesen Aufschwung ist der massive Ausbau der Ladeinfrastruktur. Österreichweit gibt es inzwischen mehr als 36.000 öffentliche Ladepunkte, darunter rund 4.000 ultraschnelle Schnellladestationen.
„Keine Kaffeepausen mehr nötig“
Noch vor wenigen Jahren war eine längere Fahrt mit dem E-Auto oft mit Unsicherheit verbunden. „Wer von Linz nach Wien gefahren ist, musste eine Kaffeepause einplanen“, erinnerte Hanke. Heute habe sich die Situation grundlegend geändert: Moderne Elektroautos erreichen Reichweiten von bis zu 700 Kilometern, gleichzeitig liegen die Ladepunkte deutlich dichter beieinander. Vor allem entlang von Autobahnen und Schnellstraßen soll der Ausbau weiter forciert werden, um lange Strecken noch komfortabler und alltagstauglicher zu machen.
„Zukunftsorientiert handeln“
Orientierung bietet dabei die neue Mobilitätsplattform emove-austria.gv.at, auf der Zahlen, Förderungen und Ladepunkte übersichtlich dargestellt sind. Ziel sei es, Transparenz zu schaffen und Vertrauen in die Elektromobilität zu stärken. Für Hanke steht fest: Der eingeschlagene Weg ist nicht nur wirtschaftlich sinnvoll, sondern auch eine Frage der Verantwortung. „Zukunftsorientiert zu handeln ist das Wichtigste – das sind wir auch der nächsten Generation schuldig.“
Hanke: Industrie braucht jetzt Rückenwind
Auch die heimische Industrie spielt in Hankes Plänen eine zentrale Rolle. Nach wirtschaftlich schwierigen Jahren soll eine neue Industriestrategie den Standort Österreich wieder nach vorne bringen. Ziel sei es, bis 2035 erneut zu den Top-10-Industrienationen zu zählen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf leistbarer Energie, Innovation und klimaneutraler Produktion. „Industrie, Mobilität und Energie müssen zusammengedacht werden“, so Hanke. Die Strategie werde laufend evaluiert und soll Unternehmen Planungssicherheit geben – damit Österreich im internationalen Wettbewerb wieder aufschließen kann.
Österreichs Schlüsseltechnologien
Ein zentraler Bestandteil dabei sind neun definierte Schlüsseltechnologien, in denen Österreich bereits Stärken vorweisen kann. Insgesamt 2,6 Milliarden Euro sollen in den kommenden Jahren in deren Weiterentwicklung fließen, um Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Dazu zählen unter anderem der Bahn- und Mobilitätssektor, Life Sciences, Luft- und Raumfahrt sowie Satellitentechnologie. Ziel ist es, Forschung, Ausbildung und Industrie enger zu vernetzen und Österreichs „Hidden Champions“ gezielt auszubauen.
Wie man diese Potenziale nutzt und was es dafür braucht, sehen Sie im Video oben!
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