Geht es nach ÖVP-Klubobmann Bernd Strobl, sollen Burgenland-Energie-Kunden umgehend den Stromanbieter wechseln, um Geld zu sparen. „So entsteht auch Druck auf die Preisgestaltung, um abgesprungene Kunden zurückzugewinnen“, sagt Strobl. Die SPÖ kontert.
Die Burgenland Energie bildet laut Strobl mit 12,55 Cent pro Kilowattstunde das Schlusslicht unter den neun Landesenergieversorgern – somit würden die Haushalte um bis zu 25 Prozent mehr zahlen müssen als bei fünf Anbietern, die bei oder unter 10 Cent liegen. „Das ist eine politische Entscheidung der Doskozil-SPÖ“, so Strobl, der einen Drei-Punkte-Plan für günstigen Strom vorlegt (siehe Foto oben).
„80 von 112 Anbietern sind billiger“
Was den freien Markt betrifft, führt Strobl einen Haushalt mit dem Jahresverbrauch von 3500 kWh als Beispiel an. Der Kunde der Burgenland Energie zahlt 1198,14 Euro. „Die niedrigsten Kosten liegen bei 900 Euro“, so Strobl. „80 von 112 Anbietern sind billiger.“ Warum wechseln dann nur drei bis vier Prozent pro Jahr? „Der Burgenländer ist ein treuer Diener. Ich empfehle jedem, das zu tun.“ Auch, weil dann die Burgenland Energie unter Zugzwang stünde. „Wenn 20 Prozent weggehen, entsteht Druck auf die Preisgestaltung, um die abgesprungenen Kunden zurückzugewinnen.“
Den „Fanclub Burgenland Energieunabhängig“ – 10 Cent pro kWh, wenn die Sonnen scheint oder der Wind bläst – würde Strobl sofort abschaffen. „Der maximale Deckungsgrad ist 69 Prozent, die Bruttoersparnis bei einem Verbrauch von 3500 kWh ist 61,60 Euro. Zieht man den Mitgliedsbeitrag von 48 Euro ab, sind es 13,60 Euro pro Jahr. Beworben wird’s mit bis zu 220 Euro. Jede lokale Energiegemeinschaft rechnet sich mehr.“
SPÖ: „Peinliche Ego-Show mit unseriösen Vergleichen“
Die Replik von SPÖ-Klubobmann Roland Fürst ließ nicht lange auf sich warten. „Strobl setzt seine peinliche Ego-Show mit unseriösen Preisvergleichen fort“, so Fürst. „Er verschweigt entscheidende Fakten, etwa, dass der Arbeitspreis bei vielen Anbietern teurer ist als bei der Burgenland Energie. Er rechnet den Willkommens-Rabatt, der nur ein paar Monate gilt, auf das ganze Jahr hoch.“
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