Nun ist auch diese Frage endlich geklärt! Sebastian Siller verrät im „Krone“-Interview, dass er frisch einen Zweijahresvertrag beim FC Wacker Innsbruck unterzeichnet hat und somit dem Traditionsverein erhalten bleibt. Zudem gewährt er zahlreiche persönliche Einblicke – siehe dazu auch das Video.
„Krone“: Aufstieg, Meister, Cupsieger – alles liegt erst wenige Tage zurück. Haben sie all diese Erfolge mittlerweile realisiert?
Sebastian Siller: Ja. Sie haben sich in gewisser Weise abgezeichnet, wir konnten uns somit darauf vorbereiten. Nichtsdestotrotz haben die vergangenen zwei freien Tage gut getan, um alles sacken zu lassen und zu verarbeiten.
Was sind Ihre ersten Erinnerungen an FC Wacker?
Prägend war das Finale gegen Austria Wien im alten Tivoli Stadion. Ich habe damals mit meinem Papa ein Netz-Stück vom Südtor abgeschnitten. Danach war ich Trommler bei den jungen verrückten Köpfen und hatte dann das Privileg, als Spieler dem Verein zu helfen. Und nun den Weg des FC Wacker Innsbruck zurück begleiten zu können, das ist alles natürlich besonders.
Was macht für Sie die Faszination Wacker aus?
Die Tradition mit einer erfolgreichen Geschichte und unglaublich vielen Persönlichkeiten, die hier gespielt haben. Und es ist der Verein an sich, die Stadt, das Bundesland – wir sind reich beschenkt und dürfen stolz darauf sein. So ist es auch beim Verein. Das dürfen wir auch nach außen tragen.
Seit April 2023 sind Sie Trainer bei Wacker. Ist Ihnen bewusst, dass Sie etwa mit Ernst Happel einer der am längsten im Amt befindlichen Wacker-Trainer sind?
Puh, das ist jetzt hochgegriffen. Ernst Happel und Co. sind schon eine andere Hausnummer als ich, aber es freut mich, so lange im Amt sein zu dürfen. Das ist in diesem Geschäft nicht üblich.
Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Es ist dem gesamten Verein samt dem Partner aus LA gelungen, eine gewisse Kontinuität hereinzubringen, die uns konstant nach oben getragen hat. Ich denke, das mit meinem Trainerteam ordentlich begleitet zu haben. Wir streben nach mehr und bleiben hungrig.
365 Tage im Jahr und 24 Stunden am Tag hat man den Verein im Kopf. Das wird von vielen am meisten unterschätzt.
Sebastian Siller, Trainer des FC Wacker Innsbruck
Nun die Frage aller Fragen: Bleibt Sebastian Siller auch in der zweiten Liga Trainer des FC Wacker Innsbruck?
Ja, das bleibt er. Wir haben uns auf einen Zweijahresvertrag geeinigt, ich habe ihn frisch unterzeichnet – die Tinte ist trocken. Und ich freue mich auf eine positive Zusammenarbeit.
Und wie wird Ihr Trainerteam künftig aussehen?
Patrick Hasenhüttl wird uns verstärken, das ist ein offenes Geheimnis. Die eine oder andere Veränderung wird sich vielleicht noch ergeben, aber dazu wird der Verein Stellung beziehen, wenn es tatsächlich so ist.
Das Gesicht der Mannschaft wird sich vermutlich ebenfalls verändert?
Die Planungen laufen im Hintergrund. Im Detail stoße ich erst dann ab jetzt hinzu. Ich habe bewusst versucht, in den vergangenen Wochen alles den Erfolgen unterzuordnen.
Das ist Ihr erster Trainerjob überhaupt. Haben Sie überhaupt eine Laufbahn als Trainer angestrebt?
Nein, das war lange nicht mein Bestreben (lacht). 2023 bin ich ins kalte Wasser gesprungen und nun sitze ich hier und realisiere, dass der Verein ins Profi-Fußballgeschäft zurückkehrt.
Wie wirken sich die Höhen und Tiefen der vergangenen rund drei Jahre auf den Mensch Sebastian Siller aus?
Wenn ich vorher gewusst hätte, was das Trainerdasein bedeutet, hätte ich meine Spielerkarriere wohl erst mit 55 Jahren beendet (lacht). Es ist fordernd, aber es erfüllt mich, ich bin glücklich. Meinen Ausgleich finde ich Zuhause im Alpbachtal in den Bergen und der Natur. Diese Zeit nehme ich mir, aber der Kopf läuft in Sachen Verein dennoch immer weiter. Ganz abzuschalten, funktioniert nicht. Das ist anstrengend und wird am meisten unterschätzt.
Wo soll Ihre Reise künftig noch hingehen?
Ich habe den Traum, den FC Wacker nochmals eine Klasse weiter nach oben führen zu können. Privat wünsche ich mir, dass es meiner Familie auch weiterhin so gut geht.
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