Liegt in Spezialklinik

Jetzt erster Ebola-Alarm um eine Mühlviertlerin

Oberösterreich
28.05.2026 18:00

Eine ehrenamtliche Entwicklungshelferin, die bei einem Waisenhausprojekt in Uganda mitgeholfen hatte, leidet seit ihrer Rückkehr an grippeähnlichen Symptomen. Ein erster Bluttest ist negativ verlaufen, doch entscheidend wird ein Zweiter.

Nach einem Afrika-Aufenthalt muss eine Mühlviertlerin bangen, sich mit dem Ebola-Virus angesteckt zu haben. Die aus dem Bezirk Urfahr-Umgebung stammende Frau war am Montag aus Uganda zurückgekehrt, wo sie bei einem Waisenhaus-Projekt mitgeholfen hatte.

Sekundärkontakt zu Infizierten
Sie soll dort zwar keinen unmittelbaren Kontakt zu Infizierten gehabt haben, aber sekundären. Gemeinsam mit anderen Ausländern wurde sie Anfang der Woche vorsorglich heimgeschickt.

Zitat Icon

Wir sind am Mittwoch gegen 21 Uhr informiert worden und haben dann unverzüglich per Bescheid eine Absonderung in die Wege geleitet.

Ferdinand Watschinger, Bezirkshauptmann Urfahr-Umgebung

In Oberösterreich angekommen, sollen bei der Entwicklungshelferin grippeähnliche Symptome aufgetreten sein. Sie kam zur Abklärung ins Ordensklinikum Linz, wo Ärzte den Verdacht auf eine Ansteckung mit Ebola diagnostizierten. Am Mittwochabend wurde die Bezirkshauptmannschaft Urfahr-Umgebung als zuständige Erstbehörde von der Landeswarnzentrale informiert und von dieser ein Absonderungsbescheid erlassen.

Die Infektionskrankheit war in Afrika ausgebrochen.
Die Infektionskrankheit war in Afrika ausgebrochen.(Bild: Mussa Kachunga Stanis /CARE)

Bleibt weiter in Isolation
Ein erster Bluttest verlief zwar negativ (kein Nachweis einer Ebola-Infektion), doch die Mühlviertlerin muss in Isolation bleiben. Zur weiteren Abklärung wurden zusätzliche Testungen veranlasst.

Nun, am Donnerstag ist sie dann in eine Spezialklinik nach Wien-Favoriten überstellt worden. Den Transport führte ein Hochinfektions-Team des Roten Kreuzes aus Steyr durch. Vier Helfer kümmerten sich um die Patientin, zwei Autos (darunter ein Begleitfahrzeug) standen im Einsatz. Der gesundheitliche Zustand der Patientin war am Donnerstag stabil.

Contact-Tracing
Das Ergebnis eines zweiten Bluttests dürfte am Samstag vorliegen. Dann sollte auch endgültig feststehen, ob die Frau an Ebola erkrankt ist oder nicht. Das Ordensklinikum Linz legt Wert darauf zu erwähnen, dass für Patienten, Besucher und Mitarbeiter des Spitals keine Gefahr bestanden habe. Alle vorgesehenen Schutz- und Präventionsmaßnahmen seien unverzüglich und vollständig umgesetzt worden. Das Contact-Tracing (Rückverfolgung möglicher Infektionsketten) übernahm der Magistrat Linz.

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