„Animal Hoarding“

62 Katzen gehalten: Leid durch falsche Tierliebe

Wien
12.02.2026 08:00

Das Phänomen „Animal Hoarding“, also das nicht artgerechte Horten einer Vielzahl an Tieren auf zu engem Raum, kommt immer wieder vor. Falsch verstandene Tierliebe führt dabei zu viel Leid.

Die schrecklichen Zustände auf einer „Wachtelfarm“, die im Rahmen eines Einsatzes der Gruppe für Sofortmaßnahmen zutage gefördert wurden, schockieren. Leider kommt es immer wieder vor, dass Tiere aus falscher Liebe falsch gehalten werden.

Das prominenteste Beispiel dafür ist das „Animal Hoarding“, also das krankhafte Sammeln einer Vielzahl von Tieren. Laut TierQuarTier Wien sind die betroffenen Personen davon überzeugt, den Tieren zu helfen. Tatsächlich sind sie meist nicht mehr in der Lage, eine artgerechte Versorgung sicherzustellen.

Amputation war nötig
So geschehen erst im Vorjahr, als 18 Hunde aus einer kleinen Wohnung in Simmering gerettet wurden. Sie waren weder kastriert, geimpft noch trainiert. Der jungen Hündin „Maya“ musste sogar ein Bein amputiert werden, da eine Verletzung nicht nachversorgt wurde.

Die kleine „Maya“ vor der Operation
Die kleine „Maya“ vor der Operation(Bild: TierQuarTier Wien)

Im Sommer 2021 wurden 38 Katzen aus einer Messie-Wohnung befreit – unterernährt, dehydriert und verletzt – nachdem die Nachbarn Alarm schlugen. Ein neugeborenes Kitten, an dem noch die Nabelschnur hing, konnte nur tot geborgen werden. Im Jahr davor wurden sogar 62 Katzen in einer Wohnung aufgefunden.

Fälle (anonym) melden
Eine Herausforderung sind diese Fälle auch für das TierQuarTier – organisatorisch, personell als auch emotional. Sie aufzudecken, ist wichtig: Bei Verdacht auf Animal Hoarding, Hinweise an die MA 60 unter 01/ 4000 8060.

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