Erwartet wurde seitens der Ermittler wohl vorwiegend Federvieh – mit bunt blinkenden Automaten haben sie aber wohl am wenigsten gerechnet. Beamte der Finanzpolizei nahmen eine Wachtelfarm in Wien unter die Lupe. Der Verdacht: illegale Gewerbeausübung. Bei der Razzia deckten die Beamten allerdings illegales Glücksspiel auf.
Der „besonders skurrile Fall“ wurde Ende Jänner aufgedeckt. Die Polizei und das Büro für Sofortmaßnahmen hatten Hinweise bekommen, dass es auf einer Wachtelfarm in Penzing nicht mit rechten Dingen zugeht.
„Automaten durch Videokamera überwacht“
Das bewahrheitete sich bei der Nachschau auch, allerdings anders als gedacht. Denn die Beamten machten in dem Mehrparteienhaus eine erstaunliche Entdeckung: kein Geflügel oder Eier, sondern fünf betriebsbereite Glücksspielautomaten. „Die Automaten wurden durch eine Videokamera überwacht und laut den anwesenden Spielern dürfte die Auszahlung von Gewinnen durch den beobachtenden Hintermann erfolgt sein“, so das Finanzministerium am Freitag.
Beamte der Finanzpolizei beschlagnahmten die Geräte in weiterer Folge und suchen nun nach den Betreibern. „Es drohen Strafen nach dem Glücksspielgesetz von bis zu 150.000 Euro“, so das Ministerium.
„Kann Existenzen zerstören“
„Illegales Glücksspiel wird fernab jeglichen Spielerschutzes betrieben und kann Existenzen zerstören. Daher ist jeder sichergestellte illegal aufgestellte Automat ein wichtiger Schritt in diesem Kampf, und die Finanzpolizei wird weiterhin konsequent vorgehen. Wir gratulieren allen beteiligten Behörden zur guten Zusammenarbeit und zu diesem wichtigen Erfolg gegen das illegale Glücksspiel“, erklärten Finanzminister Markus Marterbauer und Finanzstaatsekretärin Barbara Eibinger-Miedl.
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