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Grazer Umweltamt-Chef:

„SUVs sind in einer Stadt nicht notwendig“

Steiermark
12.02.2026 05:00

36 Jahre lang war Werner Prutsch eine der prägendsten Stimmen für saubere Luft in Graz. Kurz vor seinem Abschied aus dem Umweltamt zieht der gebürtige Südsteirer Bilanz: über den schlimmsten Smog-Winter in der Geschichte, die Debatten um den Feistaub-100er – und warum Klimaschutz auch das kleine Österreich etwas angeht.

„Krone“Heute ist es wieder grau und diesig in Graz – können Sie den aktuellen Feinstaubwert, nach so vielen Jahren intensiver Beschäftigung, einschätzen, ohne in den Tabellen nachzusehen?
Werner Prutsch: Man entwickelt mit den Jahren schon ein Gefühl dafür, ein Messgerät kann man aber natürlich nicht ersetzen. Der Tagesmittelwert im Grazer Ballungsraum liegt derzeit bei rund 26 Mikrogramm pro Kubikmeter und damit auf einem moderaten Niveau. Für schlechtere Werte müsste es deutlich kälter sein, eine Nebeldecke allein reicht nicht aus.

Macht Ihnen die Feinstaubbelastung heute weniger Sorgen als zu Beginn Ihrer Tätigkeit?
Wir haben heute in Graz etwa zehn Überschreitungstage pro Jahr, früher waren es bis zu 130 – und auch das Ausmaß der Überschreitungen war deutlich höher. Das liegt an gesetzten Maßnahmen wie dem Heizungsaustausch, aber auch am Klimawandel, der uns weniger Inversionswetterlagen bringt. Trotzdem dürfen wir uns nicht zurücklehnen: Die EU wird die Grenzwerte bald senken – zu Recht. Dann werden wir wieder mehr relevante Überschreitungen sehen.

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