Agathe Fessler hat die moderne Sozialarbeit in Vorarlberg begründet. Doch wer war die Frau, die all ihre Tatkraft in soziales Engagement fließen ließ und dann frustriert auswanderte?
„Jetzt gehen mir die Augen gründlich auf, aber auch über. Und eine solche Landesregierung hat noch die freche Stirn, sich christlich zu nennen. Vorarlberg, das Ländchen mit 140.000 Einwohnern, muß heute einen Statthalter, einen Landeshauptmann, Landesräte, Hofräte mit Ministergehältern erhalten, eine Bauernkammer, der ein Palast gebaut wurde; und diese Leute hindern noch jede ersprießliche Volkswohlarbeit.“ Diese Zeilen schrieb eine erboste Frau 1928 in ihr Tagebuch, nachdem sie einen letzten Anlauf unternommen hatte, in Vorarlberg eine Volksküche zu etablieren, was am Widerstand der Bregenzer Wirte und Stadtbehörden gescheitert war. Aber das war nur die Spitze des Eisbergs an Unbill und Missverständnissen, die der 58-jährigen Agathe Fessler seitens Politik und Bevölkerung entgegenschlugen.
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