Der Bregenzer Bahnhof ist berühmt-berüchtigt und gilt als hässlichster Bahnhof Österreichs. Das baufällige Gebäude wird bald abgerissen, davor aber wird der Infrastruktur-Ruine noch einmal Leben eingehaucht.
Der Bahnhof Bregenz ist zwar schon seit vielen Monaten gesperrt, wird nun aber zum Ausstellungsraum: Mit der Schau „Letzte Aufnahme“ zeigen die ÖBB gemeinsam mit dem Architekten und Architekturtheoretiker Fabian Tobias Reiner sowie dem Schweizer Fotografen Sven Högger eine „Annäherung an einen Ort im Wandel“, wie es von den ÖBB heißt. Die Ausstellung ist Teil der Architekturtage und bis 23. August 2026 im Bahnhof Bregenz zu sehen.
Eröffnet wird die Schau am 29. Mai um 19.30 Uhr. Vor der Eröffnung führen Fabian Tobias Reiner und Sven Högger ab 18 Uhr durch das bestehende Bahnhofsgebäude und geben Einblicke in ihre architektonische Lesart des Ortes sowie in die Gedanken hinter der Ausstellung.
Im Mittelpunkt steht nicht nur der geplante Umbau, sondern vor allem der bewusste Blick auf das Bestehende als Ausgangspunkt für Neues. Der Bahnhof wird dabei als alltägliche Infrastruktur, als gebaute Geschichte und als offenes Projekt zugleich gelesen. Die Ausstellung versammelt aktuelle Fotos des Areals von Sven Högger, kombiniert mit textlichen Reflexionen sowie historischen Plänen. Bevor der Bahnhof also abgerissen wird, wird er noch ein letztes Mal belebt.
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