Die „Planänderung“, mit der das Kaufhaus-Skelett von Pleitier René Benko auf der Wiener Mariahilfer Straße endgültig Geschichte sein und durch einen Neubau ersetzt werden soll, hat nun auch in einem letzten Detail vom Bezirk grünes Licht bekommen. Der Widerstand von Anrainern bleibt.
Luxus-Wohnungen statt Luxus-Kaufhaus: Die Stumpf-Immo-Gruppe als Eigentümer der traurigen Reste des Rohbau-Skeletts auf der Mariahilfer Straße hat nun auch in einem letzten Detail – es ging um den Wegfall eines ursprünglich geplanten Kinderspielbereichs – grünes Licht vom Bezirk für ihre Pläne begonnen, das Gebäude ab dem ersten Stockwerk neu zu bauen. Zuvor hatte schon die Baupolizei dem Projekt ihren Segen gegeben.
Überlebt Genehmigung die Anrainer-Beschwerden?
Trotzdem könnte es für die Stumpf-Gruppe noch unangenehm werden. Was Anrainer besonders empört: Obwohl inzwischen nur noch ein Abriss-Geschoß der „Lamarr“-Fantasie von Pleitier René Benko übrig ist und alles sonst als Wohnbau für Betuchte – mit zusätzlichen Stockwerken – neu gebaut werden soll, gilt das als bloße „Änderung“ der ursprünglichen Pläne. Damit ist kein neues vollwertiges Bauverfahren nötig.
Fraglich ist, ob die behördliche und politische Sicht der Dinge – und die hart am Rand des Zulässigen kratzende Bauhöhe – die angekündigten Rechtsmittel von Anrainern überlebt. Die Stumpf-Gruppe übt sich jedenfalls in Zuversicht: In zwei Jahren soll das Haus fertig und das Stadt-Schandmal vergessen sein.
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