Am heutigen Samstag schließen gleich mehrere Unimarkt-Standorte in der Steiermark. Das wird wieder Bedauern hervorrufen. Doch letztlich haben es wir Konsumenten auch selbst in der Hand, Nahversorger zu retten. Wir müssten bei den Kreisverkehren häufiger einfach weiterfahren.
So geht der steirische Brauch: Wir bauen am Rande der Gemeinde, am besten am Kreuzungspunkt von zwei viel befahrenen Straßen, einen Kreisverkehr – und schon schießen in der unmittelbaren Umgebung Filialen großer Supermarktketten aus dem Boden. Verlockend für Pendler, die nach einem langen Arbeitstag auf dem Heimweg sind. Verlockend auch für Schnäppchenjäger, wenn es gleich mehrere verschiedene Supermärkte auf einem Fleck gibt.
Und der Nahversorger direkt im Ort? Nun, der wird zwar auch noch besucht, wenn man gerade in der Nähe ist oder wenn man für das Abendessen noch schnell ein paar Zutaten braucht. Der große Wocheneinkauf wird aber meist woanders erledigt.
Heute verlieren wieder einige steirische Gemeinden ein zentral gelegenes Lebensmittelgeschäft, etwa Mautern und Straß. Die jeweiligen Unimarkt-Filialen sperren zu. Die oberösterreichische Kette zieht sich ja aus dem Markt zurück. Ein großer Teil der Filialen wird von Spar und Rewe übernommen, aber eben nicht alle. St. Stefan ob Leoben hat ab Montag sogar gar keinen Nahversorger mehr.
Für Management-Fehler bei Unimarkt kann man steirische Konsumenten keine Vorwürfe machen. Man kann auch sagen: Das ist eben Marktwirtschaft. Nur sollte eben niemand das Fehlen von Nahversorgern beklagen, wenn er selbst am liebsten bequem bei den großen Ketten an der Peripherie stehenbleibt.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Samstag!
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