Feuer in der Tierkörperverwertung Burgenland in Unterfrauenhaid (Bezirk Oberpullendorf)! 200 Feuerwehrleute waren am Samstagabend im Einsatz – und jetzt droht noch ein ganz anderes Problem. Sollte die Anlage länger stillstehen, stellt sich eine brisante Frage: Wohin mit den Tierkadavern?
Ein Brand in der Tierkörperverwertung Burgenland (TKV) in Unterfrauenhaid (Bezirk Oberpullendorf) hat am Samstagabend einen Großeinsatz der Feuerwehren ausgelöst. Insgesamt 16 Wehren mit rund 200 Florianis und 30 Fahrzeugen mussten ausrücken, um die Flammen auf dem Gelände unter Kontrolle bringen zu können.
Aus bislang noch nicht näher bekannten Gründen war ein Filter der Abluftanlage in Brand geraten. Gegen 19 Uhr konnte zwar „Brand aus“ gegeben und damit größerer Schaden an der Anlage verhindert werden, doch die Folgen könnten über den eigentlichen Feuerwehreinsatz hinausreichen. Denn mit dem Feuer stellt sich nun eine weitreichende Frage: Wie geht es mit der Entsorgung der Tierkadaver weiter, sollte die TKV länger außer Betrieb bleiben?
Material der höchsten Risikostufe
Die Tierkörperverwertungsanlage in Unterfrauenhaid hat für das Burgenland und darüber hinaus eine besondere Bedeutung. Sie zählt neben der Saria in Tulln (Niederösterreich) zu jenen zwei Anlagen in ganz Österreich, die tierisches Material der höchsten Risikostufe entsorgen dürfen. Fällt eine dieser Anlagen aus, stehen damit nicht nur technische und wirtschaftliche Fragen im Raum. Auch die sichere und gesetzeskonforme Entsorgung des Materials muss gewährleistet bleiben.
Ob und wie lange die TKV Burgenland nach dem Brand stillstehen muss, ist derzeit noch offen. Entscheidend wird sein, wie stark die Abluftanlage beschädigt wurde und wann der Betrieb wieder aufgenommen werden kann. Nach dem Großeinsatz der Feuerwehren richtet sich der Blick daher nun auf die kommenden Tage. Sollte die Anlage tatsächlich länger ausfallen, müsste rasch eine alternative Lösung für die anfallenden Tierkadaver gefunden werden.
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