Weltuntergang oder wissenschaftlicher Aufbruch? Obwohl der Physiker Heinz von Förster den „Doomsday“ einst für 2026 berechnete, spricht heute vieles für ein besonders dichtes Wissenschaftsjahr. Von Budgetentscheidungen in Österreich über neue Krebs- und Gentherapien bis hin zu Mondmissionen und künstlicher Intelligenz: Ein Überblick von A bis Z zeigt, warum 2026 für Forschung und Gesellschaft richtungsweisend werden könnte.
Der österreichisch-amerikanische Physiker Heinz von Förster sagte 1960 den Weltuntergang für den 13. November 2026 voraus. Grundlage war eine mathematische Rechnung zum Bevölkerungswachstum, das theoretisch „ins Unendliche“ steigen würde. Von Förster wollte damit vor den Folgen ungebremsten Wachstums warnen – nicht den tatsächlichen Untergang der Menschheit ankündigen.
In Österreich geht es 2026 um viel Geld: Die Finanzierung der großen Forschungseinrichtungen für die Jahre 2027 bis 2029 wird verhandelt. Für die laufende Periode stehen 5,05 Milliarden Euro zur Verfügung. Wie groß der künftige „Budgetkuchen“ ausfällt, ist noch offen.
Der große Teilchenbeschleuniger LHC bei Genf wird im Juli 2026 für mehrere Jahre abgeschaltet, um ihn technisch aufzurüsten. Ab 2030 sollen dort noch intensiver Teilchenkollisionen erforscht werden.
Ein Bluttest, der rund 50 Krebsarten schon vor ersten Symptomen erkennen soll, liefert 2026 erste große Studienergebnisse aus Großbritannien. Der Test sucht nach genetischem Material, das Tumore ins Blut abgeben.
Die EU plant 2026 ein Kompetenzzentrum für Forschungssicherheit. Ziel ist es, den Umgang mit sensiblen Daten und Wissen besser zu schützen – auch vor unerwünschtem Einfluss aus dem Ausland.
Neue Richtlinien für die steuerliche Forschungsprämie werden erwartet. Unternehmen können damit weiterhin 14 Prozent ihrer Ausgaben für Forschung und Entwicklung steuerlich geltend machen.
Nach einer erfolgreichen personalisierten Gentherapie bei einem Baby wollen US-Forscher 2026 klinische Studien für weitere seltene Erbkrankheiten beantragen. Dabei wird gezielt fehlerhaftes Erbgut korrigiert.
China schickt 2026 sein neues Forschungsschiff „Meng Xiang“ auf Expedition. Es soll extrem tief in den Meeresboden bohren, um mehr über Aufbau und Bewegung der Erdkruste zu erfahren.
Das Fachjournal „Nature“ erwartet 2026 einen Durchbruch durch KI-Systeme, die komplexe Aufgaben selbstständig erledigen können. Gleichzeitig werden auch Schwächen dieser Technologie deutlicher sichtbar.
BioNTech plant 2026 Zulassungsanträge für neue Krebsmedikamente. Getestet werden unter anderem moderne Immuntherapien, die das eigene Abwehrsystem gezielt gegen Tumore aktivieren.
Am 24. April 2026 öffnen Forschungseinrichtungen in ganz Österreich wieder ihre Türen. Die „Lange Nacht der Forschung“ soll Wissenschaft für ein breites Publikum erlebbar machen.
In den USA starten 2026 Tests mit sehr kleinen Kernreaktoren. Diese sollen lokal Strom liefern und gelten laut Entwicklern als besonders sicher und wartungsarm.
Am Fermilab in den USA wird 2026 ein Detektor fertiggestellt, der ein seltenes Verhalten von Elementarteilchen untersucht. Erste Messdaten werden ab 2027 erwartet.
Mehrere große Forschungsgebäude in Österreich kommen 2026 voran oder werden fertiggestellt – von Physik über Stoffwechselforschung bis zur Präzisionsmedizin.
2026 jährt sich die berühmte Schrödingergleichung zum 100. Mal. Eine internationale Konferenz in Wien soll an diesen Meilenstein der modernen Physik erinnern.
Der Mond rückt wieder ins Zentrum: Die NASA plant mit „Artemis II“ eine bemannte Umrundung des Mondes, China will mit „Chang’e-7“ nahe dem Südpol nach Wassereis suchen.
„Nature Medicine“ nennt elf klinische Studien, die 2026 prägen könnten – von neuen Impfstoffen über Long-Covid-Therapien bis zu innovativen Krebsbehandlungen.
Laut „Nature“ werden die politischen Entscheidungen der US-Regierung auch 2026 die Forschung beeinflussen. Befürchtet werden Kürzungen, aber auch eine starke Fokussierung auf KI und Quantentechnologien.
Statt Weltuntergang verspricht 2026 ein Jahr voller wissenschaftlicher Weichenstellungen – mit Chancen, Debatten und Entscheidungen, deren Folgen weit über die Forschung hinausreichen.
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