Nächstes Ziel wartet

Salzburg als Erfolgsrezept für Giro-Held Gall

Sport
09.06.2026 22:00

Fünfmal Etappenzweiter, Zweiter der Gesamtwertung und Österreichs Radsport-Held des Frühjahrs: Neun Tage nach dem Giro d’Italia blickt Felix Gall auf seinen größten Erfolg zurück. Der 28-Jährige verrät, warum Salzburg dabei eine entscheidende Rolle spielte.

Seit neun Tagen ist der Giro d’Italia 2026 Geschichte. Langsam begreift auch Felix Gall, was ihm mit dem zweiten Gesamtrang gelungen ist. „Ich habe mir die Ergebnisliste noch einmal angeschaut. Fünfmal Etappenzweiter und Zweiter in der Gesamtwertung – das ist schon extrem cool. So hätte ich mir das davor nie vorgestellt“, sagte der Radprofi bei einem Treffen mit Salzburgs Sportlandesrat Martin Zauner.

Der 28-Jährige lebt seit einiger Zeit in Salzburg und hat hier eine zweite Heimat gefunden. „Ich fühle mich sehr wohl. Die Umgebung ist zum Trainieren perfekt, man kann flach und bergig fahren. Mit Gregor (Mühlberger, Anm.) habe ich einen Top-Trainingspartner, der Flughafen ist vor der Tür – es ist ideal“, sagte der Osttiroler.

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Es war gewaltig. Mit so einem Leader wie Felix war es auch einfach

Gregor Mühlberger

Mühlberger war bei der Italien-Rundfahrt Galls rechte Hand, verhalf ihm aufs Podium und erreichte mit Rang 15 selbst ein starkes Ergebnis. „Es war gewaltig. Mit so einem Leader wie Felix war es auch einfach. Im Team haben alle den Schalter umgelegt“, sagte der Wahl-Salzburger.

Mehr Training, weniger Rennen
Einen wichtigen Anteil am bislang größten Erfolg seiner Karriere sieht Gall auch in der Vorbereitung. Während er in der Vergangenheit mehr Rennen bestritt, setzte er heuer verstärkt auf Training. „Ich bin nur die UAE-Rundfahrt und Katalonien gefahren, dafür aber drei Höhentrainingslager. Das war sicher ein Grund für den Erfolg“, erklärte Gall. Zudem habe er die Intensität im Training noch einmal erhöht. „Ein paar Mal war ich schon am Limit und habe mich gefragt, ob es vielleicht zu viel war.“

Für Gall und Mühlberger beginnt nun bereits die Vorbereitung auf die Vuelta a España. Dort warten erneut zahlreiche schwere Bergetappen auf die beiden Österreicher. Offen ist hingegen ihre sportliche Zukunft. Ein Wechsel weg vom Decathlon-Team steht im Raum. „Es ist alles offen. Ich rede natürlich mit dem Team, aber auch andere Mannschaften arbeiten sehr gut. Was passiert, werden wir sehen“, sagte Gall. Mühlberger hat nur einen Wunsch: „Ich hoffe, dass wir weiter zusammen fahren können.“

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