Die US-Regierung fördert die Entwicklung kleiner modularer Atomreaktoren (SMR) mit bis zu 800 Millionen Dollar. Der staatliche Energieversorger Tennessee Valley Authority (TVA) und das Privatunternehmen Holtec sollen jeweils bis zu 400 Millionen Dollar erhalten, teilte das US-Energieministerium am Dienstag mit.
Die US-Regierung und die Atomindustrie sehen in den SMR eine Möglichkeit, den in den USA erstmals seit zwei Jahrzehnten wieder steigenden Strombedarf zu decken. Dieser wird durch Künstliche Intelligenz, das Schürfen von Kryptowährungen und Elektrofahrzeuge angetrieben.
TVA will die Mittel für die Entwicklung eines Reaktors vom Typ BWRX-300 von GE Vernova Hitachi am Standort Clinch River in Tennessee einsetzen. Holtec plant den Bau von zwei SMR an seinem Standort in Palisades im US-Staat Michigan.
Befürworter gehen davon aus, dass SMR Kosten sparen, da sie in Fabriken gebaut werden sollen. In den USA befindet sich jedoch kein solcher Reaktor im Bau, und es ist unklar, ob sie Strom so günstig wie heutige Großreaktoren liefern können. Zudem erzeugt die Kernkraft langlebigen radioaktiven Abfall, für den es kein Endlager gibt.
Das Energieministerium erwartet, dass die SMR bis Anfang der 2030er-Jahre entwickelt werden. „Diese Vergabe stellt sicher, dass wir diese Reaktoren so schnell wie möglich einsetzen können“, sagte Energieminister Chris Wright.
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