Rasch handeln!

So leisten Sie Ihrem Darm Erste Hilfe

Gesund
14.02.2014 13:44
Wenn das WC zum lebensnotwendigen Örtchen wird, sollte man rasch etwas gegen Durchfall unternehmen. Von Diarrhoe spricht man, wenn der Betroffene öfter als dreimal täglich die Toilette aufsuchen muss, um den Darm – oft unter starkem Druck und unangenehmen Bauchkrämpfen – zu entleeren.

Aber wie kommt es eigentlich zu der weit verbreiteten, unangenehmen Erkrankung? "Durchfall kann durch Bakterien (wie etwa Salmonellen) oder durch Viren (Rota oder Noro) ausgelöst werden. Aber auch Bakteriengifte, die mit der Nahrung in den Verdauungstrakt gelangen, können Ursache für 'Montezumas Rache' sein", so Allgemeinmedizinerin Dr. Marieluise Blaschek-Haller. Und: "Man muss die Symptome bekämpfen." Das heißt: Gegebenenfalls das Fieber senken, Schmerztherapie – und dann die gute alte Hausregel "abwarten und Tee trinken" anwenden.

Keinesfalls "stopfende" Medikamente, denn: "Was raus muss, muss raus!" So sollten die üblen Symptome dann nach zwei bis drei Tagen auch schon wieder abklingen. Generell muss während dieser Phase auf eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung wie etwa durch Heidelbeertee, Suppe oder Wasser (ohne Kohlensäure) geachtet werden. Besonders wenn Durchfall bei Babys oder älteren Menschen auftritt, die leicht dehydrieren können.

Kaffee oder Alkohol sind tabu
Milch, Kaffee oder Alkohol sollte während der Erkrankung generell gemieden werden. Ebenso wie der Genuss von rohem Fleisch, rohem Gemüse, Salate oder Eiswürfeln. Das gilt auch als Prophylaxe bei Reisen ins Ausland, wo die Hygienevorschriften nicht so gegeben sind wie bei uns. Sollte sich die Erkrankung nach einigen Tagen nicht gebessert haben, muss unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, der durch eine Stuhl- und Blutprobe die eigentliche Ursache diagnostizieren wird.

Durchfall kann aber auch auftreten bei chronischen Infektionen, Nahrungsmittel-Intoleranz, Allergien, Morbus Crohn, Stoffwechselerkrankungen, Konsum großer Mengen an Alkohol, Kaffee oder Süßigkeiten. Auch all diese Möglichkeiten müssen von einem Mediziner möglichst rasch abgeklärt werden.

Ist das geschehen, muss so rasch wie möglich mit einem effizienten Aufbau der geschwächten Darmflora begonnen werden:

  1. Essen Sie mindestens einmal täglich mildes Joghurt.
  2. Auch die Enzyme der Papaya-Frucht sind hilfreich und tragen zur Stärkung des Darms bei.
  3. Tee aus Koriander, Fenchel, Kümmel oder Anis lauwarm und schluckwiese genossen wirken sich ebenfalls positiv auf die Darmflora aus.
  4. Stellen Sie die Ernährung schrittweise auf ballaststoffreich um. Vollkorn statt Weißbrot!
  5. Meiden sie Mehlspeisen, scharfe Gerichte und Süßigkeiten. Diese stellen generell eine Belastung für unser größtes Verdauungsorgan dar.

Auch regelmäßige Bewegung an der frische Luft bringt den beleidigten Darm wieder in Schwung.

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