Wegwerfware Handy

Bau kurzlebiger Geräte: Kritik an Herstellern

Elektronik
11.12.2013 08:34
Die Deutsche Umwelthilfe hat Smartphone-Herstellern vorgeworfen, Geräte bewusst so zu bauen, dass sie nach wenigen Jahren nicht mehr funktionieren. Handys würden etwa durch die kurze Lebensdauer der Akkus derart konzipiert, dass sie nur wenige Jahre nutzbar seien, kritisierte Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Mittwoch. Verbraucher würden Smartphones dadurch zunehmend als Wegwerf-Produkte wahrnehmen.

Die Umwelthilfe forderte von der deutschen Regierung zudem verbindliche Standards für Billigwaren. Es müsse sichergestellt werden, dass angebotene Waren eine "vernünftige Lebensdauer" hätten, sagte Resch. Dass Billigartikel nach kurzer Zeit kaputt gingen, sei eine Kostenfalle: "Der Verbraucher wird dazu verleitet, laufend neue Produkte zu kaufen, die dann nur sehr kurz leben. Insgesamt zahlt er dadurch mehr."

Freiwillige Selbstverpflichtungen der Industrie reichten nicht aus, um Mindeststandards für Ein-Euro-Artikel zu erreichen, sagte Resch. Daher sei der Gesetzgeber in der Pflicht. Bereits eine im Frühjahr im Auftrag der Bundestagsfraktion der Grünen vorgelegte Studie hatte gezeigt, dass die Wirtschaft bei der Konstruktion und Herstellung ihrer Produkte einen frühen Verschleiß - die sogenannte geplante Obsoleszenz - häufig miteinplant.

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