02.12.2013 10:55 |

Peinliche Werbung

Xbox One: Microsoft tritt in Sexismus-Fettnäpfchen

Xbox One und PS4 werden im heurigen Weihnachtsgeschäft eine wichtige Rolle spielen, daher buhlen die Hersteller der Geräte bereits massiv um die Gunst der Kunden. Allerdings nicht unbedingt mit Mitteln, die überall auf Zustimmung stoßen. Das hat nun Microsoft am eigenen Leib erfahren, nachdem der US-Softwaregigant potenziellen Käufern online einen Brief für ihre Freundinnen zur Verfügung stellte, in dem erklärt wurde, warum sich der Kauf einer Xbox One lohne. Als gäbe es keine spielenden Frauen.
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Eine Welle der Empörung breitete sich im Netz vor allem unter Spielerinnen aus. Sie wollen nicht einsehen, dass Microsoft Konsolenspielen als rein männliches Phänomen sieht, für das Männer bei ihren Partnerinnen um Erlaubnis bitten müssen. Auf Twitter und Facebook machten die erzürnten Spielerinnen ihrem Ärger Luft.

Die Kurzfassung des Briefes, der im Internet so hohe Wellen schlägt: Der Mann, ein Football-fanatischer Videospieler, bittet seine Partnerin – sie mag nach Microsofts Vorstellung Fitnessvideos, Skype-Gespräche mit der Schwester und Stricken – um Erlaubnis, die neue Xbox One anschaffen zu dürfen.

Microsoft hat Brief nach Kritik entschärft
Der Softwarekonzern hat den Brief mittlerweile entschärft. Wie die britische Zeitung "Daily Mail" berichtet, hat das Unternehmen Passagen in dem Brief, die von der Internetgemeinde als besonders sexistisch empfunden wurden, leicht verändert.

Aus einem "Du würdest sicher lieber stricken, als mir beim Zombie-Abschlachten zuzuschauen" wurde ein "Du würdest sicher lieber deinen Steuerausgleich machen, als mir beim Zombie-Abschlachten zuzusehen", berichtet die Zeitung. Das legt allerdings immer noch nahe, dass Frauen keine Konsolenspiele mögen.

Tatsächlich seien aber immerhin 40 Prozent der Xbox-Nutzer weiblich, so die Zeitung. Kein Wunder also, dass Microsoft – ein Unternehmen, bei dem zu 80 Prozent Männer arbeiten - mit dieser Aktion ordentlich ins Sexismus-Fettnäpfchen getreten ist.

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