Brände in Südeuropa
Hohe Temperaturen und Wind verschärfen die Lage
Hohe Temperaturen und trockener Wind werden in den kommenden Tagen die Brandbekämpfung in Spanien und Frankreich erschweren. Im Badeort Lacanau westlich von Bordeaux wurde eine Evakuierungsaufforderung für etwa 4000 Touristinnen und Touristen herausgegeben.
Im südlich der Gironde gelegenen Département Landes konnten hingegen 15.000 Menschen in ihre Häuser zurückkehren. Die Situation in Frankreich könnte sich angesichts der neuen Hitzewelle allerdings verschärfen. Der Wetterdienst prognostizierte Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius ab Dienstag mit trockenem Wind. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach von den heftigsten Waldbränden im Land seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.
Helferinnen und Helfer schlugen am Dienstag Brandschneisen, um eine Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Der Waldbrand nahe Bordeaux hat in den vergangenen Tagen 42.000 Hektar Fläche verwüstet, ungefähr 220.000 Menschen wurden insgesamt in Sicherheit gebracht.
Spaniens Regierungschef optimistisch
In Spanien wird ebenfalls eine neue Hitzewelle erwartet. Der Wetterdienst teilte mit, dass die Temperaturen zwischen Mittwoch und dem Ende der Woche auf bis zu 42 Grad Celsius steigen könnten. Regierungschef Pedro Sánchez zeigte sich dennoch optimistisch. „Wir schaffen es tatsächlich, das Blatt zu wenden, und wir können im Kampf gegen diese Brände allmählich Licht am Ende des Tunnels erkennen“, sagte er am Dienstag. Allerdings müssten alle Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden.
„Wir können heute optimistischer sein und mit der Planung der sicheren Rückkehr der Bewohner in mehrere Gemeinden beginnen“, sagte auch die Präsidentin der Region Madrid, Isabel Díaz Ayuso. Laut dem spanischen Innenministerium wurden bisher etwa 60.000 Menschen von den Flammen in Sicherheit gebracht. Seit Jahresbeginn sind 175.000 Hektar Land verbrannt.
Trockenheit in Italien
In Italien werden ab Mittwoch in weiten Teilen des Landes Temperaturen zwischen 35 und 40 Grad Celsius erwartet. Dort dürfte die Hitze mindestens bis zum 10. August anhalten und von einer Trockenheit begleitet werden. In Italien kämpften die Einsatzkräfte seit dem Wochenende gegen verschiedene Brände in mehreren Regionen, darunter in Apulien und Basilikata.
Nun sinken wegen der Trockenheit die Pegel der großen norditalienischen Seen. So ist etwa der Wasserstand des Lago Maggiore gesunken und hat immer größere Teile des Ufers freigelegt.












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