Schlägt Trump-Clan zu?

FIFA-Boss Infantino will die WM künftig verkaufen

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Von krone Sport

Auch das noch! FIFA-Boss Gianni Infantino will die Weltmeisterschaft künftig privatisieren und sogar Anteile am größten Turnier der Welt verkaufen und damit mehr als vier Milliarden Dollar (3,51 Milliarden Euro) erlösen, wie er mitteilte. Auch künftige WM-Turniere sollen dann unter dem Dach eines neuen Unternehmens organisiert werden, dessen Mehrheits-Eigentümer der Weltverband wäre. Die UEFA reagiert mit einer klaren Absage!

Nach Angaben der FIFA sollen private Geldgeber rund 20 Prozent der Anteile an dem neu zu gründenden Tochterunternehmen FFE erwerben können, dessen Wert zunächst auf 20 Milliarden Dollar (17,56 Mrd. Euro) festgelegt ist. Im FFE werden die kommerziellen Rechte an den FIFA-Wettbewerben wie der Männer- und Frauen-WM sowie der Club-WM gebündelt. Einem Bericht der „Times“ zufolge könnte ein solcher Deal den Druck erhöhen, das Teilnehmerfeld einer WM weiter auszubauen oder die WM häufiger als bisher auszutragen.

Dem Bericht zufolge wurden deshalb sogar schon Personen, die der US-Regierung von Präsident Donald Trump nahestehen, kontaktiert. Die Investitionspläne würden bereits seit mehreren Monaten vorbereitet und müssten noch genehmigt werden, hieß es in der „Financial Times“. Nach Angaben der Zeitung führe Technologieinvestor Joshua Kushner, dessen Bruder Jared mit Trumps Tochter Ivanka verheiratet ist, Gespräche darüber, den Einstieg über seinen Fonds Thrive Eternal anzuführen.

(Bild: AP/Eduardo Verdugo)

Kleinere Anteile für Verbände
Immerhin: Die FIFA würde Mehrheitsgesellschafter des Unternehmens bleiben und hätte nach eigenen Angaben auch weiter die Kontrolle über den Spielkalender und alle Fragen des Regelwerks. Alle 211 FIFA-Mitgliedsverbände sollen ebenfalls kleinere Anteile an dem Unternehmen erhalten, die entweder behalten oder verkauft werden könnten. Innerhalb der kommenden vier Jahre will die FIFA auch mit Hilfe der zusätzlichen Einnahmen zehn Milliarden Dollar (8,78 Mrd. Euro) in die weltweite Entwicklung des Fußballs investieren, wie es in der Mitteilung hieß.

Es geht um die Wiederwahl
Was dahinter steckt? Infantino will den Fußball und damit auch die WM als weltweit größtes Event weiter kommerzialisieren und die Verbände am fetten Kuchen teilhaben lassen – vielleicht auch, um im kommenden Jahr bis 2031 wiedergewählt zu werden und danach das neue Unternehmen als Commissioner oder Geschäftsführer leiten.

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