Kinderprostitution

Internet-Handel mit japanischen Mädchen

Web
13.02.2003 10:57
In Japan geraten immer mehr junge Mädchen über Internetseiten für Kontaktanbahnungen in die Prostitution. Der meist über Mobiltelefone eingefädelte Sexhandel hat so dramatische Ausmaße angenommen, dass die Polizei nun zu Gegenmaßnahmen aufruft.
1731 Straftaten im Zusammenhang mit solchenInternet-Kontaktseiten registrierte die Polizei im vergangenenJahr, fast doppelt so viele wie im Vorjahr. In fast der Hälfteder Fälle ging es um Kinderprostitution. Die Zahl der Opferbelief sich auf 1517, wovon 83 Prozent Mädchen unter 18 Jahrenwaren. Dazu zählen Schulmädchen, die sich - oft älteren- Männern anbieten. Fast alle hatten die Seiten im Internetüber ihre Handys aufgerufen. Darüber befragte Mädchengaben an, sie wollten mit solchen bezahlten Treffen ihr Taschengeldaufbessern, um sich Modeartikel und Lokalbesuche leisten zu können.
 
Die Polizei will nun mit einer neuen GesetzesinitiativeInternet-Dienste für Kontaktanbahnungen regulieren. Sie stütztsich dabei auf eine Umfrage unter Jugendlichen, wonach sich rund80 Prozent für eine solche Regulierung aussprachen. Die Polizeiwill, dass Minderjährige vom Zugang zu solchen Internetseitenüber Mobiltelefon oder Computer ausgeschlossen werden. Daseinfache Anklicken sollte zwar straffrei bleiben. Doch solle jeder,egal welchen Alters oder Geschlechts, der die Seiten mit der Absichtvon Kontakten gegen Geld oder Sex nutze, belangt werden.
 
Die beiden führenden Mobilfunkbetreiber NTTDoCoMo und J-Phone kündigten unterdessen an, voraussichtlichim Sommer den Zugang zu Online-Kontaktseiten zu regulieren. Unteranderem sollen durch Filterung der Inhalte Kinder und Jugendlicheunter 18 Jahren auf Verlangen der Eltern am Zugang solcher Seitengehindert werden.
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