Akkulaufzeit lässt sich kaufen - in Form einer zusätzlichen Batterie. Wesentlich günstiger und einfacher geht es aber auch. Krone.at verrät dir, wie dein Notebook in sieben einfachen Schritten zu einem echten Dauerbrenner wird, dem so schnell nicht die Luft ausgeht.
1. Erleuchtungen unerwünscht
Wer beim Arbeiten vor dem Notebook eine Erleuchtung hat, der darf sich glücklich schätzen. Wenn dieser Umstand aber auf den gleißend hellen Monitor zurückzuführen ist, dann wird es Zeit zu handeln. Das Display erweist sich nämlich als echter Stromfresser: Ein Drittel der Akkuleistung werden vom Monitor geschluckt. Die Devise lautet daher: "Helligkeit drosseln". Am einfachsten und schnellsten geht das zumeist durch Shortcut- oder Funktionstasten am Notebook selbst. So lässt sich das Display auch optimal an die vor Ort herrschenden Lichtverhältnisse anpassen.
2. Weg mit niedlichen Mäusen
Touchpads oder Notebook-Tastaturen bieten oft nicht den Komfort, den eine reguläre Maus oder ein Keyboard bieten würde. Doch viele externe Geräte sind exzessive Stromfresser - da mag die Notebook-Maus noch so klein und niedlich sein. Wer also viel unterwegs ist, der sollte sich lieber an ein fummeliges Touchpad und eine kleine Tastatur gewöhnen und dafür auf externe Firewire- oder USB-Geräte verzichten.
3. Damit der Funke nicht überspringt
Immer und überall per Wireless-Lan ins Internet zu gelangen, ist eine feine Sache. Allerdings wissen die wenigsten, dass die WLan-Card auch dann Strom frisst, wenn sie gar keine Daten funkt. Damit der Funke also nicht überspringt, sollte das Modul ausgeschaltet werden, solange es nicht benötigt wird. Viele Notebooks bieten dafür einen mechanischen Schalter am Gehäuse, ansonsten lässt sich WLan über eine Funktionstaste deaktivieren.
4. Schluss mit lustig
Notebooks der neueren Generation sich echte Multimedia-Alleskönner. Aber gerade grafisch sehr intensive Anwendungen, wie Spiele oder der neueste Hollywood-Blockbuster auf DVD, sind echte Akku-Killer. Wer auf mobile Unterhaltung nicht verzichten kann oder will, der sollte für den Sound lieber auf Kopfhörer zurückgreifen, anstatt die Lautsprecher zu beanspruchen. Eine weitere Möglichkeit: Spiele oder Filme nicht in der Vollansicht genießen, sondern die Fenster minimieren.
5. Luft zum Atmen geben
Damit dem Notebook nicht die Luft ausgeht, sollten die Lüftungsschlitze unbedingt frei gehalten werden. Diese befinden sich meist seitlich oder hinten, manchmal auch an der Unterseite des Gehäuses. Ist die Luftzufuhr nämlich nicht gewährleistet, dann kann der Lüfter die warme Abluft auch nicht aus den Schlitzen pusten.
Fazit: Im Notebook wird es immer heißer, wodurch der Lüfter beginnt auf Hochtouren zu laufen - ohne dass jedoch der Rechner wirklich zusätzlich gefordert wird. Für ein kühles Köpfchen braucht das Notebook also Frischluft. Daher am besten eine gerade und feste Unterlage (z.B. Tisch) verwenden und keinesfalls das Notebook einfach im Bett zwischen kuscheligen Daunendecken ablegen.
6. "Energie!"
Wer nach all diesen Schritten immer noch mit seiner Akku-Performance kämpft, der findet in Windows praktische Möglichkeiten, um seinen individuellen Energie-Bedarf zu regulieren. Mit dem "Energieschema" (zu finden unter "Systemsteuerung") passt das Notebook seine Taktrate und Stromspannung dynamisch an die Auslastung an. Strom fließt nur dann, wenn er auch wirklich benötigt wird. Dem User stehen verschiedene Einstellungen zur Auswahl: Im Modus "Tragbarer/Laptop" verhält sich der Prozessor sowohl im Netz- als auch Akkubetrieb stromsparend. "Dauerbetrieb" hingegen passt die CPU im Akkubetrieb ebenfalls Taktrate und Spannung an, nicht aber im Netzbetrieb.
Am wenigsten Strom frisst das Notebook in den Einstellungen "Präsentation" oder "Minimale Batteriebelastung". Die Drosselung des Prozessors lohnt aber nur dann, wenn nur einfache Anwendungen benötigt werden, zum Beispiel um Texte zu tippen. Die CPU verbraucht nämlich weniger Strom, arbeitet aber auch langsamer, wodurch bestimmte Aufgaben wieder mehr Zeit beanspruchen. Es gilt also einen gesunden Mittelwert zwischen der Leistung des Computers und den eigenen Ansprüchen zu finden.
7. Mach die Klappe zu
Neben der Möglichkeit, nach einer gewissen Zeit die Festplatte oder den Monitor auszuschalten (ebenfalls zu finden in den "Energieoptionen"), gibt es eine weitere Möglichkeit, den Energiebedarf zu drosseln: In Arbeitspausen einfach den Deckel herunterklappen. Das Notebook wechselt dann in den "Standby"-Modus oder in den "Ruhezustand", je nachdem welche Einstellung in den "Energieoptionen" (unter "Erweitert") festgelegt wurde.
Im "Standby" wird der Systemzustand im Arbeitsspeicher abgelegt, während im "Ruhezustand" die Festplatte genutzt wird. Das Notebook spart im "Ruhezustand" zwar mehr Strom, braucht aber auch mehr Zeit, um wieder "aufzuwachen". Wer es also eilig hat und eher öfter mal eine kurze Arbeitspause einlegt, der sollte eher auf den "Standby"-Modus zurückgreifen.
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