Demnach sei man bei Mega mitten in den Arbeiten am angekündigten verschlüsselten E-Mail-Dienst. Allerdings gebe es dabei verschiedene Hürden zu nehmen, die man bei einem klassischen E-Mail-Dienst nicht überwinden müsste. "Die größte Herausforderung liegt darin, die üblichen E-Mail-Tools wie eine Suchfunktion anzubieten", sagt Mega-Geschäftsführer Vikram Kumar.
Es sei zwar nicht völlig unmöglich, aber "sehr, sehr kompliziert". Das sei auch der Grund dafür, dass "The Silent Circle" eine solche Funktion nicht angeboten hat. Bei Mega wolle man es dennoch schaffen. Zudem solle die Plattform so sicher sein, dass die Mails selbst dann, wenn die Verschlüsselungszertifikate in die falschen Hände gelangen, noch sicher seien, berichtet das IT-Portal "Golem". Wie das genau funktionieren soll, ist noch nicht bekannt.
Mega-Maildienst könnte in acht Monaten fertig sein
Geht es nach Mega-Gründer Kim Dotcom, der den verschlüsselten Kommunikationsdienst bereits im Juli angekündigt hatte, soll der E-Mail-Dienst in rund acht Monaten fertig sein. Es könne aber auch zu Verzögerungen kommen. Gelingt es Mega, den Dienst zeitnah fertigzustellen, könnte ein reger Zustrom ehemaliger Lavabit- und "Silent Circle"-User zustande kommen.
Lavabit wurde unter anderem vom NSA-Informanten Snowden genutzt. Berichten zufolge soll der US-Geheimdienst Druck auf das Unternehmen ausgeübt haben, ihm Zugriff auf die Lavabit-Mails zu gewähren. Statt der Aufforderung nachzukommen, stellte Firmengründe Ladar Levison den von über 400.000 Menschen genutzten Dienst, den er zehn Jahre lang aufgebaut hatte, lieber ein. Wenige Stunden später folgte "The Silent Circle", wo man offenbar auch gleich die Server zerstört hat.
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