Die ausgeschriebenen Stellen der neuen "Beautiful People"-Jobbörse kann nur betrachten, wer vom sozialen Augenweiden-Netzwerk als schön genug eingestuft wird, um mitzumachen, berichtet die britische IT-Website "The Register". Wer hässlich oder einfach nicht so schön ist, wie es von der Community der Website erwartet wird, muss draußen bleiben.
Firmen können hübsche Bewerber kontaktieren
Die Macher der Website gehen davon aus, dass Menschen mit "ästhetischen Herausforderungen" ihre Arbeit nicht so gut verrichten wie schöne Menschen. Kinder würden sich eher von einer hübschen Babysitterin beaufsichtigen lassen und auch bei Verkaufsgesprächen sei gutes Aussehen ein klarer Vorteil.
Die Funktionsweise der Jobbörse: Potenzielle Arbeitgeber können ein Profil anlegen und an Mitglieder des Netzwerks herantreten, die in ihrem Profil angeben, nach einem Job zu suchen und Angebote zu akzeptieren. Die Benutzer wiederum können die Jobangebote durchsuchen und sich auf Wunsch auch gleich für eine Stelle bewerben.
Hässliche sollen Jobbörse nicht durchsuchen können
"Die meisten unserer Mitglieder verdienen viel und sind glücklich in ihrem Beruf. Aber für jene, die das nicht sind, ist der Zugang zu potenziellen Arbeitgebern ein weiterer Vorteil ihrer Mitgliedschaft, besonders in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten", sagt Hodge.
Natürlich wolle man sichergehen, dass sich keine hässlichen Menschen unter dem Deckmantel einer Firma registrieren und die Profile der Schönheiten des "Beautiful People"-Netzwerks durchsuchen. Deshalb habe man ein eigenes Team abgestellt, das die Unternehmen überprüft, welche die Jobbörse nutzen wollen, so Hodge.
Unternehmer sieht Schönheit als Wettbewerbsvorteil
Die Idee hinter der Jobbörse für besonders schöne Menschen scheint tatsächlich auf Gegenliebe zu stoßen. Dominic Pietrangelo, Chef einer Immobilienfirma in Los Angeles, in einer Aussendung des Netzwerks: "Sich interessante Makler über 'Beautiful People' zu sichern, ist sinnvoll. Es ist kein Geheimnis, dass attraktive Mitarbeiter einen Vorteil haben und oft besser von den Kunden angenommen werden. In einem Markt mit viel Wettbewerb zählt jeder Vorteil."
Selbst Kinder bevorzugen schöne Menschen, wenn es nach den Machern von "Beautiful People" geht. "Die Wahrheit ist, dass mein Kleinkind Kit besser auf gutaussehende Leute reagiert. Und ich bin mir sicher, ich bin nicht der erste Elternteil, der denkt, er braucht eine schlanke und fitte Nanny, die fähig ist, sich um ein quirliges Kind zu kümmern. Es ist nur so, dass viele es nicht wagen würden, das laut zu sagen", so die berufstätige Mutter Olivia Kinnard.
Teilweise auch Skepsis gegenüber zu schönen Mitarbeitern
Doch es gibt auch Skeptiker. Die britische Brautkleid-Designerin Sassi Holford glaubt zwar, dass schöne Mitarbeiter dabei helfen, den Kunden geistig auf das bei der Wahl eines Brautkleids wichtige Thema Schönheit einzustimmen. "Ein absolut atemberaubendes Mitglied der Belegschaft könnte aber den gegenteiligen Effekt haben, wenn der Kunde wenig Selbstvertrauen hat", sagt sie laut "Beautiful People".
Wie viel Erfolg die Online-Jobbörse für schöne Menschen haben wird, kann man aus heutiger Sicht noch nicht sagen. Das soziale Netzwerk, das dahintersteht, hat es eigenen Angaben zufolge mittlerweile aber auf immerhin rund 750.000 gutaussehende Mitglieder aus der ganzen Welt gebracht.
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