Vor allem kleinere und mittlere Handelsbetriebe - unter anderem Nischenanbieter - soll der Internethandel schmackhaft gemacht werden. Mittelfristig will Rakuten der größte Marktplatz für mittelständische Austro-Unternehmen werden.
Im Gegensatz zu Amazon verkauft Rakuten selbst keine Waren und bietet fixfertige Webshops gegen eine monatliche Gebühr von 39 Euro und eine Verkaufsprovision pro Artikel von fünf bis neun Prozent an. Im Vergleich zu den Kosten eines eigenen Online-Shops - Errichtung, Betrieb, Bewerbung - seien die Gebühren vernachlässigbar, so Kindl.
Shop-Betreiber nimmt Unternehmen Risiko ab
Rakuten bietet den Händlern eine eigene Shopsoftware, einen Webshop - auch mit eigener Internetdomain - und übernimmt das Abrechnungs- und Transaktionsmanagement. Als besonderes Zuckerl für die Händler übernimmt der Internethändler das Zahlungsausfallsrisiko für alle am Marktplatz bestellten Produkte. Der Versand muss von den Händlern selbst organisiert werden.
Am japanischen Rakuten-Marktplatz sind derzeit 40.000 Händler mit rund 100 Millionen Artikeln aktiv. Insgesamt hat Rakuten 79 Millionen Nutzer in Japan. Dort ist das Unternehmen auch die größte Online-Bank. Im Bereich E-Commerce ist Rakuten neben Japan in 14 Ländern aktiv (darunter USA, Spanien, Frankreich, Deutschland). Weltweit hat Rakuten rund 10.000 Beschäftigte. In Österreich startet der Internethändler mit vergleichsweise bescheidenen 15 Mitarbeitern.
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