Adobe hat sich auf der MAX-Konferenz in Los Angeles mit seiner Ankündigung, die Creative Suite einzustellen, nicht nur Freunde gemacht. Konnte das Programmpaket, das Softwareperlen wie Photoshop, Dreamweaver oder Acrobat enthält, bisher ganz normal als Box gekauft und besessen werden, wird es künftig nur mehr als Abo-Modell in Adobes Creative Cloud zur Verfügung stehen.
Abo kann langfristig teuer kommen
Kritiker der Änderung bemängeln, dass die Mietpreise für die Creative Cloud unter bestimmten Umständen teurer kommen, als wenn man das 1.300 bis 2.600 US-Dollar teure Creative-Suite-Paket kauft. Dann nämlich, wenn ein User seine Software längere Zeit verwendet und die monatlich zu entrichtenden Gebühren – je nachdem, welche Programme abonniert wurden, betragen sie zwischen 20 und 70 Dollar – nach drei Jahren langsam die Kosten der Box-Version zu übersteigen beginnen. Und zwar, ohne dass dem Abonnenten die Software nach Ablauf dieser Zeit gehören würde.
Adobe sei trotz der Kritik bemüht, die Vorteile der Creative Cloud hervorzuheben, berichtet das IT-Portal "ZDNet". So enthalte die Creative Cloud stets die aktuellsten Versionen aller Adobe-Programme und warte zudem mit einigen Synchronisierungsfunktionen auf, welche in der Boxvariante fehlen. Damit lassen sich Dateien auf verschiedenen Geräten bearbeiten und speichern und liegen dennoch stets in der aktuellsten Version vor. Für Adobe selbst bietet das Abo-Modell den Vorteil, Raubkopien einen Riegel vorzuschieben. Außerdem werden so stabilere und stetigere Einnahmen erzielt.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.