Wer zum falschen Zeitpunkt mit seiner Vierzylinder-BMW beim Service war, sollte dringend in die Werkstatt fahren – und es dabei gelassen bis normal angehen lassen. Grund: Der Ölfilter kann undicht sein und Öl auf die Straße rinnen – vor das Hinterrad!
Im Rahmen von Feldbeobachtungen hat BMW Motorrad festgestellt, dass es bei Verwendung eines bestimmten Ölfilters bei hohen Drehzahlen dazu kommen kann, dass sich die Verschraubung löst. In dem Fall kann dann Öl austreten, was nicht nur ein Umweltproblem, sondern vor allem höchst gefährlich ist. Einerseits für andere Verkehrsteilnehmer, aber auch für den BMW-Fahrer selbst, weil der Ölfilter naturgemäß vor dem Hinterrad sitzt und man daher auf seinem eigenen Öl ausrutschen kann – Albtraum jedes Motorradfahrers.
Das Problem tritt allerdings nur auf, wenn man den Motor über 12.000 Touren dreht, teilt BMW mit. Und nur bei Mahle-Ölfiltern wie dem hier oben im Bild mit dem roten X gekennzeichneten mit der Bezeichnung „11 42 7 721 779 – 04 / Made in Brazil“, die nach dem 23. Mai 2024 eingebaut wurden.
Betroffen sind folgende Modelle (unabhängig vom Baujahr):
Wer also mit seiner Vierzylinder-BMW in den vergangenen gut sieben Monaten beim Service war, schaut am besten gleich nach, welcher Filter an seinem Motor verbaut ist. Made in Brazil ist gefährlich, das österreichische Fabrikat ist in Ordnung.
BMW schreibt Kunden deshalb an, wird aber nicht alle erreichen, da die Motorräder teilweise bereits seit 2009 auf der Straße sind, womöglich mehrfach den Besitzer gewechselt haben oder auch gar nicht mehr angemeldet sind, weil sie nur auf der Rennstrecke bewegt werden – wo Drehzahlen über 12.000/min. üblich sind.
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