Durchschnaufen heißt es für die steirischen Wahlkämpfer: Zu Allerheiligen und Allerseelen hat die Politik Pause, schließlich wäre ein von kleinlichem Parteien-Hickhack unterbrochenes Totengedenken pietätlos. Es ist die Ruhe vor dem Sturm, denn ab Montag geht das Buhlen um Stimmen in die heiße Phase.
Man werde an den Gräbern lieber Verstorbener innehalten, wandern gehen und Kraft tanken im Kreise der Familie: So das kommunizierte Wochenend-Programm der steirischen Politiker, die tatsächlich viel Energie brauchen werden für den Endspurt. Am Sonntag in drei Wochen wählen die Steirer einen neuen Landtag – und, glaubt man den Umfragen, es wird ein Duell um die Spitze zwischen FPÖ und ÖVP. Oder doch ein „Triell“, ein Dreikampf, bei dem Anton Langs SPÖ mitmischt?
Die steirischen Roten jedenfalls wittern Morgenluft, seit sich ihr Parteichef vom glücklosen Traiskirchner Bürgermeister emanzipiert hat. Für „den Babler“ sei man nicht gerannt, für „den Toni“ aber schon, erzählen Funktionäre, die am 24. November auf die große Überraschung hoffen. Im Rahmen von „Regionstagen“ klappern Lang und sein Team nun alle Bezirke ab, stellen sich Diskussionen, veranstalten Herbstfeste; Mobilisierung lautet das Zauberwort.
Auch für die ÖVP, die, im Gegensatz zu den steirischen Freiheitlichen übrigens, bei der Nationalratswahl ein Mobilisierungsproblem hatte. Der Startschuss für die schwarze Titelverteidigung fällt am Montag um 18.30 Uhr in der Grazer Messehalle, wenn Landeshauptmann Christopher Drexler zum „Auftakt zur Steiermarktour 2024“ trommelt. „Intensivphase der Wahlbewegung“ nennen das die Strategen, die freilich wissen: Wer jetzt schwächelt, hat schon verloren.
Einen ruhigen Allerseelentag mit Ihrer „Steirerkrone“!
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