„Leute müssen würgen“
Tausende tote Krebse verpesten Stadt mit Gestank
Die Bewohner und Urlauber in Ocean City im US-Staat Maryland sind aktuell wirklich nicht zu beneiden. In einem Kanal haben sich dort hunderte tote – und extrem stinkende – Krebse gesammelt. Doch die Stadt schafft es nicht, das Problem in den Griff zu kriegen.
Jedes Jahr sammeln sich in einem Kanal in Ocean City tote Pfeilschwanzkrebse, doch dieses Jahr stinken sie besonders heftig, berichtet ein Anwohner. „Man kann vom Fenster aus beobachten, wie Leute spazieren gehen, und sie bleiben einfach stehen, schrecken zurück und müssen würgen“, sagt eine andere Anwohnerin dem US-Sender WMDT.
Die Stadt schafft es aber nicht, die Plage in den Griff zu bekommen. Bereits drei Mal in den vergangenen zwei Wochen sei eine Firma gekommen, um die Kadaver wegzuräumen. Rund 2000 Krebse habe man schon weggebracht, doch es sind immer noch welche da. Wenn sich die Krebse zu einem Dauerproblem entwickeln, brauche man die Hilfe des Bundesstaats, erklärte der Stadt-Vertreter dem Sender CBS News. Es heißt auch, dass die Stadt schlicht nicht genug Geld hat, um die vielen Kadaver zu entfernen.
Die Pfeilschwanzkrebse sterben vermutlich an einem Sauerstoffmangel, der durch Hitze und Bakterien in den Kanälen entsteht, heißt es vom Ministerium für natürliche Ressourcen in Maryland. Die Tiere suchen in Kanälen nach Laichplätzen und finden dann den Weg hinaus nicht mehr.
16 Scheibtruhen voller Quallen
Ein ähnliches Problem plagt die Menschen auch auf der anderen Seite des Atlantiks. In Cornwall in Großbritannien wurden unzählige Quallen an einem Strandbad angeschwemmt – insgesamt etwa 16 Scheibtruhen voll. Die Quallen hätten die Terrasse des Strandbads „vollständig bedeckt“, berichtet Jodie Harper von dem Bad, wie der Sender BBC berichtet.
„So etwas haben wir noch nie gesehen“, staunt Harper. Aber helfen konnte sie den Quallen nicht mehr. „Sobald sie aus dem Wasser sind, überleben sie nicht mehr lange, daher konnten wir nichts tun, um sie zu retten.“ Über einen ekelhaften Gestank wie in Ocean City beschwert sich Harper aber zumindest nicht – Spaß macht es wohl trotzdem keinen, das Bad von den glibberigen Kadavern zu befreien.








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