„Der PraktiFUNt“

Ein Nachmittag als Bürgermeister von Bregenz

Vorarlberg
12.07.2026 13:45

Im neuen „Krone“-Social-Media-Format „Der PraktiFUNt“ sucht unser Mitarbeiter Gabriel neue Herausforderungen: Dieses Mal schnupperte er  einen Nachmittag lang in das Amt des Bregenzer Bürgermeisters. Achtung: Bitte nicht ganz ernst nehmen!

Die Sonne brennt gnadenlos vom wolkenlosen blauen Himmel. Die Bregenzer Innenstadt gleicht einem Backofen. Unser „PraktiFUNt“ kommt in Shorts, T-Shirt und Badeschlappen auf dem Skateboard zum Rathaus angerollt. Hier wird er bereits von Bürgermeister Michael Ritsch erwartet. Kritisch mustert Ritsch den Neuankömmling und schüttelt den Kopf: „Mit dem Outfit wird das nichts.“ Also erst einmal umziehen.

Auf dem Weg ins Büro gibt es für Gabriel ein paar grundlegende, aber wichtige Infos. Er soll ja schließlich wissen, worauf er sich da eingelassen hat: 750 Mitarbeiter halten die Stadt am Laufen. Das vom Bürgermeister zu verantwortende Budget: 150 Millionen Euro. „Und wie viel bekomme ich davon?“, will Gabriel wissen. „Ja nix“, so die knappe Antwort.

Dann wird’s ernst – zumindest ein bisschen. Erste Aufgabe: Pläne und Anträge für 84 neue leistbare Wohnungen unterzeichnen. Doch schon hier gerät Gabriel an seine Grenzen: Erst kämpft er mit dem Kugelschreiber, dann mit den Unterlagen. Nach einer gefühlten Ewigkeit legt er den Stift stolz zur Seite. „So, fertig“, teilt er mit, „und was gehört jetzt eigentlich mir?“ Doch wieder bremst Ritsch die Erwartungen: „Gar nix. Als Bürgermeister dient man den Bürgern.“

Festspiele: Heute La Traviata, bald RAF Camora?
Szenenwechsel: Der amtierende und der Möchtegern-Bürgermeister blicken auf die weltberühmte Freiluftbühne der Bregenzer Festspiele. „Was ist jetzt das?“, fragt der „PraktiFUNt“ beim Blick auf das Bühnenbild. „Heuer spielt hier La Traviata, eine Oper“, informiert Bürgermeister Ritsch. Gabriel steht die maximale Verwirrung ins Gesicht geschrieben. „Sagt dir nichts, oder?“, schließt Ritsch aus dem ratlosen Blick seines jüngeren Gegenübers. „Nein“, gesteht Gabriel: „Ich kenn nur Haftbefehl oder RAF Camora …“

Bürgermeister Michael Ritsch zeigt dem „PraktiFUNt“ die weltberühmte Seebühne.
Bürgermeister Michael Ritsch zeigt dem „PraktiFUNt“ die weltberühmte Seebühne.(Bild: Harald Küng)

Doch anstatt ihn für sein mangelndes Interesse an Hochkultur zu rügen, überrascht Ritsch sein Gegenüber mit der Ankündigung, selbst gerne Acts wie RAF Camora auf der Seebühne sehen zu wollen: „Wir haben heuer erstmals wieder Konzerte auf der Seebühne: Schlagernacht, Reinhard Fendrich, Kraftwerk. Der Plan für die nächsten Jahre wäre wirklich, so etwas wie RAF Camora oder Rammstein oder irgendwas für die Jüngeren zu holen, wo wirklich mal die Bühne kracht.“

„Größtes Bauprojekt der Landeshauptstadt“
Schnell noch einen Hund gestreichelt („Das gehört auch zum Job dazu“), dann geht es schon weiter zum benachbarten Strandbad. „Und wo sind wir jetzt?“, möchte Gabriel wissen. „Beim größten Bauprojekt überhaupt in der Geschichte der Landeshauptstadt Bregenz – dem neuen See- und Strandbad“, informiert Bürgermeister Ritsch: „Das Projekt kostete knapp 84 Millionen Euro. Richtig viel Asche.“

Unterwegs ins neue Strandbad
Unterwegs ins neue Strandbad(Bild: Harald Küng)

Vorbei geht es am Seebad-Gebäude. „Das Seebad hat 365 Tage im Jahr offen“, informiert Bürgermeister Ritsch: „Der Bau hat 70 Millionen Euro gekostet. Die Kosten im Strandbad belaufen sich auf 14 Millionen Euro. Wir hatten das große Glück, dass wir damals einen guten Kredit mit einem billigen Zinssatz aufgenommen haben. 25 Jahre fix mit 0,7 Prozent. Das hat sich richtig rentiert.“

Endlich Feierabend
Gabriel schwitzt – doch nicht nur die Hitze macht ihm zu schaffen. Vor lauter Zahlen raucht ihm schon der Kopf. „Uff, mir ist brutal heiß“, sagt er, während sie auf die Pools zulaufen. „Dann teste doch mal die Wassertemperatur für unsere Bürger“, schlägt Ritsch vor – und ehe sich Gabriel versieht, wird er vom Stadtchef auch schon in den Pool gestoßen. Feierabend für heute.

Den ganzen aufregenden (und unterhaltsamen) Nachmittag unseres „PraktiFUNten“ gibt’s im Instagram Reel. Lacher garantiert. Viel Spaß!

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