Luxusproblem

Im schnellsten Computer der Welt steckt zu viel Gold

Elektronik
15.03.2013 12:34
Der von der US-Forschungseinrichtung Oak Ridge National Laboratory betriebene Supercomputer Titan hat ein Luxusproblem. Nachdem er im Betrieb nicht die gewünschte Stabilität geboten und nur 92 Prozent der an ihn gestellten Rechenaufgaben fehlerfrei erledigt hatte, gingen die Betreiber auf Spurensuche im Inneren des Supercomputers. Mittlerweile wurde das Problem identifiziert: Der Goldanteil im Lötmaterial ist zu hoch, Hersteller Cray muss die Lötpunkte nun nochmals überarbeiten.

Erst im Oktober wurde Titan, der schnellste Supercomputer der Welt, in Betrieb genommen. Das Rechenmonster setzte sich prompt an die Spitze der Top-500-Liste der Supercomputer, bereitet den verantwortlichen Technikern beim Oak Ridge National Laboratory in den USA jetzt aber mit mangelnder Stabilität Kopfzerbrechen. Eine erste Spurensuche hat inzwischen gezeigt: Das Problem des Titan ist der Goldanteil im von Hersteller Cray verwendeten Lötmaterial.

Zu hoher Goldanteil macht Lötmaterial spröde
Wie das IT-Portal "WinFuture" berichtet, sei dieser Anteil schlicht zu hoch, wodurch die Lötpunkte spröde werden und die Stabilität des Systems beeinträchtigen. Gold werde der sonst für das Löten verwendeten Zinnlegierung deshalb zugesetzt, weil es nicht oxidiert und gleichzeitig über eine sehr gute Leitfähigkeit verfügt.

Bis das Problem bei den Verbindungen, die für die Kommunikation zwischen den Hauptprozessoren des Titan und den Tausenden Nvidia-Grafikprozessoren, die für einen ordentlichen Leistungsturbo sorgen, gelöst ist, wird es einige Zeit dauern. Im Supercomputer Titan kommen nämlich mehr als 20.000 der betroffenen Lötverbindungen zum Einsatz.

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