Nach dem Comeback in der Fußball-Bundesliga zählt für Austria Lustenau nur eines: Gleich wieder runter soll es für die Vorarlberger nicht gehen! Mit Cheftrainer Markus Mader steht ein Mann am Ruder, der das Gefühl eines Aufsteigers kennt. Schon 2022 führte der 58-Jährige die Austria ins Oberhaus, die Lustenauer wussten damals im ersten Jahr zu gefallen. „Wir müssen von Anfang an performen“, forderte Mader nun. Die Transferzeit war für die Grün-Weißen jedoch fordernd.
Mit Mame Wade, Jack Lahne und Amine Bouchenna kamen den Lustenauern die drei besten Torschützen der Aufstiegssaison abhanden. Zusammen erzielte das Trio 23 der 40 Treffer im Meisterjahr. Bange wird es Mader dennoch nicht. „Wir sind das Thema schon relativ früh angegangen. Schon während der Frühjahrsmeisterschaft haben wir begonnen, zu planen. Wir haben Spieler in unserer Scouting-Datei gehabt, die wir wollten“, berichtete er. Geplant wurde zweigleisig, also auch für den Fall des Verbleibs in der 2. Liga.
Neue sollen prominente Abgänge kompensieren
„Alle drei kannst du als Lustenau nicht ersetzen. Aber wir haben einen Kader erstellt, der diese Abgänge irgendwie kompensieren kann“, stellte Mader fest. Der von Hertha Wels nach 13 Saisontoren geholte Albin Gashi oder die Leihspieler Precious Benjamin (Hoffenheim), Dominik Weixelbraun (Rapid) und Dion Kacuri (Basel) sollen die Lücken schließen. In der Abwehr erwartet man von Rückkehrer Danilo Soares und dem von Amstetten verpflichteten Niklas Pertlwieser Stabilität.
Auf „Notschüsse“ sei man nicht mehr angewiesen, hält Mader fest. Auch vor vier Jahren dauerte es bis in den Saisonstart hinein, ehe der Kader stand. Mit ein Grund: Vom Kooperationspartner Clermont Foot kamen erst spät Leihspieler. Die Zusammenarbeit mit den Franzosen wurde heuer beendet. Dass der Kader schon im Juli nahezu komplett war, „soll uns helfen“, meinte Mader. Das Ziel ist klar definiert: „Für uns zählt nur der Klassenerhalt.“
Heim-Arena als wichtiger Faktor
Realismus sei angesagt. „Als Aufsteiger haben wir wahrscheinlich das geringste Budget. Wir müssen am Boden bleiben“, betonte Mader. Bei etwas mehr als sechs Millionen Euro soll Lustenaus Budget liegen. Der Klub will auf gesunden wirtschaftlichen Beinen stehen. Als wichtiger Faktor gilt das umgebaute Reichshofstadion. Die nun als Sun Minimeal Arena firmierende Arena bietet 5138 Besuchern Platz und soll bei jedem Heimspiel gut gefüllt sein. Auf 3000 Abonnenten hofft der Klub. In der vergangenen Saison verlor Lustenau in 15 Heimspielen bei zehn Siegen nur eine Partie.
Nach den Auftaktrunden wird die Austria wohl einen Vorgeschmack bekommen haben, wohin die Reise gehen könnte. Einem Heimspiel gegen Ried am Sonntag folgt auswärts eine Partie gegen den GAK, ehe der WAC im „Ländle“ gastiert. Dann soll auch die neue Offensive zünden. In sechs Testspielen schoss Lustenau nur fünf Tore, im ÖFB-Cup in Krems siegte der Bundesligist minimalistisch 1:0. Jedoch ließen Kapitän Mathias Maak und Co. in jedem dieser sieben Spiele auch nur maximal ein Gegentor zu.
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