"Angestellte gehen davon aus, dass es in Ordnung ist, geistiges Eigentum weiterzuverwenden, wenn sie das Unternehmen wechseln", so Symantec in einer Mitteilung vom Mittwoch. Angestellte würden geistiges Eigentum demnach nicht der Firma zuschreiben, sondern der Person, die es geschaffen hat: "Für 44 Prozent hat beispielsweise ein Software-Entwickler, der Quellcode schreibt, Anteil am Eigentum seiner Arbeit oder Erfindung", schreibt der Sicherheitsanbieter. Für 42 Prozent sei es daher auch kein Verbrechen, diesen Quellcode ohne Erlaubnis in Projekten für andere Unternehmen einzusetzen.
Die meisten Angestellten halten es der Studie nach auch nicht für falsch, Wettbewerberdaten von einem früheren Arbeitgeber weiter zu verwenden. 56 Prozent denken sogar, es sei legal, die geheimen Informationen eines Mitbewerbers zu nutzen. Durch diese Fehleinschätzung seien ihre aktuellen Arbeitgeber in Gefahr, unwissentlich Empfänger gestohlenen geistigen Eigentums zu werden, warnt Symantec und fordert deshalb Unternehmen dazu auf, "eine Kultur des verantwortlichen Umgangs mit geistigem Eigentum unter ihren Mitarbeitern zu etablieren".
"Unternehmen dürfen ihre Abwehrmechanismen nicht ausschließlich auf externe Angreifer und arglistige Insider auslegen, die gestohlene Daten gegen Geld verkaufen. Der Mitarbeiter, der Informationen ohne nachzudenken mitnimmt, weil er nicht weiß, dass es falsch ist, kann genauso gefährlich sein", erklärte Thomas Hemker, Sicherheitsexperte bei Symantec.
Aktuell finden es 62 Prozent der Befragten jedenfalls in Ordnung, Arbeitsdokumente auf privaten Computern, Smartphones, Tablets oder online abzulegen. Die Mehrheit lösche diese Daten nie, da sie keine Gefahr darin sieht, sie zu behalten. Nur 38 Prozent der befragten Angestellten gehen außerdem davon aus, dass für ihre Vorgesetzten Datenschutz von Bedeutung für das Geschäft ist. Nur 47 Prozent gaben an, ihre Firmen würden aktiv, wenn ein Mitarbeiter sensible Unternehmensdaten missbräuchlich verwendet.
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