Datendiebstahl

Jeder 2. Mitarbeiter nimmt Firmendaten bei Jobwechsel mit

Web
13.02.2013 15:01
Angestellte stehlen Daten und sind sich dabei keiner Schuld bewusst. Das ist das Ergebnis einer weltweiten Studie des Sicherheitsanbieters Symantec, der zufolge die Hälfte aller Mitarbeiter, die in den letzten zwölf Monaten ihren Arbeitsplatz gewechselt oder ihre Stelle verloren haben, vertrauliche Unternehmensdaten behalten hat. 40 Prozent davon gaben an, die Daten auch bei ihrem neuen Arbeitgeber nutzen zu wollen.

"Angestellte gehen davon aus, dass es in Ordnung ist, geistiges Eigentum weiterzuverwenden, wenn sie das Unternehmen wechseln", so Symantec in einer Mitteilung vom Mittwoch. Angestellte würden geistiges Eigentum demnach nicht der Firma zuschreiben, sondern der Person, die es geschaffen hat: "Für 44 Prozent hat beispielsweise ein Software-Entwickler, der Quellcode schreibt, Anteil am Eigentum seiner Arbeit oder Erfindung", schreibt der Sicherheitsanbieter. Für 42 Prozent sei es daher auch kein Verbrechen, diesen Quellcode ohne Erlaubnis in Projekten für andere Unternehmen einzusetzen.

Die meisten Angestellten halten es der Studie nach auch nicht für falsch, Wettbewerberdaten von einem früheren Arbeitgeber weiter zu verwenden. 56 Prozent denken sogar, es sei legal, die geheimen Informationen eines Mitbewerbers zu nutzen. Durch diese Fehleinschätzung seien ihre aktuellen Arbeitgeber in Gefahr, unwissentlich Empfänger gestohlenen geistigen Eigentums zu werden, warnt Symantec und fordert deshalb Unternehmen dazu auf, "eine Kultur des verantwortlichen Umgangs mit geistigem Eigentum unter ihren Mitarbeitern zu etablieren".

"Unternehmen dürfen ihre Abwehrmechanismen nicht ausschließlich auf externe Angreifer und arglistige Insider auslegen, die gestohlene Daten gegen Geld verkaufen. Der Mitarbeiter, der Informationen ohne nachzudenken mitnimmt, weil er nicht weiß, dass es falsch ist, kann genauso gefährlich sein", erklärte Thomas Hemker, Sicherheitsexperte bei Symantec.

Aktuell finden es 62 Prozent der Befragten jedenfalls in Ordnung, Arbeitsdokumente auf privaten Computern, Smartphones, Tablets oder online abzulegen. Die Mehrheit lösche diese Daten nie, da sie keine Gefahr darin sieht, sie zu behalten. Nur 38 Prozent der befragten Angestellten gehen außerdem davon aus, dass für ihre Vorgesetzten Datenschutz von Bedeutung für das Geschäft ist. Nur 47 Prozent gaben an, ihre Firmen würden aktiv, wenn ein Mitarbeiter sensible Unternehmensdaten missbräuchlich verwendet.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Web
13.02.2013 15:01
Loading

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt