Mit Schwung ins Jahr

Erfolge im mobilen Geschäft: Facebook verdient wieder

Web
31.01.2013 08:45
Facebooks Vorstoß auf Smartphones und Tablets zahlt sich aus. Das mit über einer Milliarde Nutzern weltgrößte soziale Netzwerk nahm im Schlussquartal annähernd jeden vierten Werbe-Dollar auf mobilen Geräten ein. Noch im dritten Quartal war es nur jeder siebte Dollar. Facebook sei "ein mobiles Unternehmen" geworden, erklärte Gründer, Hauptaktionär und Firmenchef Mark Zuckerberg am Mittwoch.

Smartphones galten bisher als Schwachstelle von Facebook, weil sich auf den kleinen Bildschirmen nur schwer klassische Werbebanner anzeigen lassen. Facebook bringt nun verstärkt Anzeigen direkt im Nachrichtenstrom der Nutzer unter. Das Netzwerk muss sich auch beeilen, denn immer mehr Nutzer zieht es vom Desktop und Notebook auf Smartphones und Tablets. 

Im vergangenen Quartal griffen erstmals mehr tägliche Nutzer von mobilen Geräten als vom PC auf Facebook zu. 680 Millionen Menschen greifen mittlerweile mindestens einmal im Monat zu ihren mobilen Geräten, um mit ihren Freunden Fotos oder Nachrichten auszutauschen. Im dritten Quartal waren es erst 601 Millionen. 

Neuerliche Abfuhr für Facebook-Handy
Ein Facebook-Handy wird es dennoch nicht geben, betonte Zuckerberg entgegen den nicht enden wollenden Gerüchten. "Das entspricht nicht unserer Strategie." Die Menschen wollten stattdessen, dass Facebook über alle ihre Geräte hinweg gut funktioniere. Allerdings strömen nicht mehr so viele Neuzugänge wie früher in das soziale Netzwerk. Nachdem Facebook Ende September die Marke von einer Milliarde aktiven Nutzern geknackt hatte, waren es Ende Dezember 1,06 Milliarden.

Wieder Gewinn eingefahren
In den letzten drei Monaten des Jahres stieg der Gesamtumsatz des Netzwerks um 26 Prozent auf annähernd 1,6 Milliarden Dollar. Facebook verdiente nach einem verlustreichen Sommer auch wieder Geld und zwar unterm Strich 64 Millionen Dollar. Im dritten Quartal hatte das Unternehmen noch ein Minus in ähnlicher Größenordnung eingefahren. Letztlich konnte Facebook durch das gute letzte Jahresviertel auch im Gesamtjahr noch einen kleinen Gewinn von 32 Millionen Dollar einfahren.

"Wir gehen mit Schwung in das Jahr 2013 hinein", erklärte Zuckerberg am Firmensitz im kalifornischen Menlo Park. Die Plattform bemüht sich mit Nachdruck um neue Einnahmequellen. Das Unternehmen hatte erst vor zwei Wochen eine neue Suchfunktion vorgestellt, die es einfacher macht, die vielen Informationen der Nutzer zu durchstöbern. Beobachter werteten das als Kampfansage an Google. 

Die stark angestiegenen Kosten gehen zu einem großen Teil auf das Wachstum der Mitarbeiterzahl von 3.200 vor einem Jahr auf gut 4.600 zurück. Zudem investierte Facebook im vergangenen Jahr 1,6 Milliarden Dollar in die Infrastruktur. Im laufenden Jahr sollen es 1,8 Milliarden Dollar sein.

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