"BlackBerry"

Das Geheimnis der “Brombeere”

Elektronik
30.08.2005 16:36
Blackberry heißt auf Deutsch Brombeere - und ob man's nun glaubt oder nicht: Die Brombeere, von der hier die Rede ist, kann telefonieren und E-Mails empfangen. Im Ernst: Der BlackBerry hat genau so wenig etwas mit Brombeeren zu tun, wie Windows XP mit Fenstern oder Apple mit Äpfel. Krone.at sagt dir was es mit dem technischen Highlight der "Brombeere" auf sich hat...

Die wichtigste Funktion eines BlackBerry-Handys besteht darin, dass man seine E-Mails nicht mehr extra abzurufen braucht. Genauer: Wenn ein E-Mail in deinen Posteingang flattert, erscheint es unmittelbar danach auf dem BlackBerry. Wer so ein Handy besitzt, erspart sich den Extra-LogIn beim E-Mail-Provider und damit einige Posten auf der Handyrechnung. Auch die Synchronisierung von Terminplanern wie MS Outlook funktioniert auf einem BlackBerry automatisch.

Im Detail: Ein Server von RMI überwacht das Postfach und übermittelt neue E-Mails an den Mobilfunktbetreiber, dieser leitet sie an das Endgerät weiter. Genauso funktioniert es bei Terminen und Kalendereinträgen. Was auf dem BlackBerry geändert wird, erscheint auch im Outlook am Arbeitsplatz, und umgekehrt.

Kurz: Direkter E-Mail-Verkehr zwischen BlackBerry-Besitzern läuft ähnlich ab wie ein SMS-Chat. Mit dem Unterschied, dass beim Blackberry keine Gebühr pro Nachricht fällig wird. Termin- und Kalenderdaten werden automatisch mit dem PC im Büro oder zu Hause abgeglichen.

Blackberry: PDA und Handy
In den USA gibt's Blackberrys schon seit 1999. Die Firma "Research In Motion" (RMI) hat das Multi-Funktions-Handy mit der neuen E-Mail-Technologie in den Staaten schon lange etabliert. Dort ist der Begriff "Blackberry" mindestens so geläufig wie Handy oder Laptop. 

An sich ist der Blackberry, wie er von RMI hergestellt wurde, ein so genannter PDA. Ein Personal Digital Assistant. Man könnte ihn als einen tragbaren "Hand-Computer" bezeichnen, oder auch als digitalisiertes Filofax. Herkömmliche PDAs wie auch BlackBerrys bieten Kalender, E-Mail-Service, Terminplaner und natürlich alle bekannten Funktionen eines Handys. Exklusiv beim Blackberry ist bzw. war die Möglichkeit, sich immer und jederzeit mit seinen privaten und geschäftlichen E-Mails versorgen zu lassen.

Chaos der Begriffe
Die großen Verwirrungen begannen, als andere Mobilfunkanbieter die Blackberry-Features mittels einer Software Namens "BlackBerry Connect" auch auf Geräten außerhalb des RMI-Angebots anbieten konnten. Damit bezeichnete der Begriff "Blackberry" letztendlich nicht mehr nur das von RMI hergestellte Gerät, sondern die spezielle E-Mail-Funktion, die in vereinfachter Version auf PDAs von Siemens, Sony-Ericsson und Co verfügbar ist. 

Merksatz:
Also: BlackBerry ist an sich eine Marke bzw. ein Gerät. In seinen Wurzeln, handelt(e) es sich beim BlackBerry um ein schickes, dunkelblaues PDA-Organizer-Handy.

Die Blackberry-Funktion bezeichnet - egal ob Original oder Kopie - den sich permanent aktualisierenden Posteingang am PDA bzw. Handy. Also, gut merken bis zum nächsten Stammtisch!

 

von Christoph Andert

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