Wien wird am Samstag wieder bunt: Hunderttausende Menschen werden sich in der Innenstadt versammeln und am Ring tanzen. Auch wenn die Pride als große Open-Air-Party gilt, ist sie vor allem ein Protest gegen die Diskriminierung queerer Menschen in Österreich. Doch dieser steht heuer unter Sparzwang ...
Aus Budgetgründen hat die Stadt Wien die Förderungen für die Pride auf rund 350.000 Euro beinahe halbiert – 2025 waren es noch 651.000 Euro. Für die Veranstalter ist das mehr als eine finanzielle Hürde.
„Kürzungen sind frustrierend“
Ann-Sophie Otte, Obfrau der Homosexuellen Initiative Wien und Mitorganisatorin der Pride betont, dass solche Kürzungen die Ausnahme bleiben müssen. „Dass die Stadt auch im Menschenrechtsbereich Förderungen kürzt, ist frustrierend. Gerade in herausfordernden Zeiten sind verlässliche Signale für Schutz, Sichtbarkeit und Gleichstellung wichtig“, wird sie auf der offiziellen Homepage der Vienna Pride zitiert.
Dass die Stadt auch im Menschenrechtsbereich Förderungen kürzt, ist frustrierend.
Ann-Sophie Otte, Obfrau der HOSI (Homosexuelle Initiative) Wien
Weniger Geld, weniger Sponsoren
Neben den starken Budgetkürzungen gingen der Regenbogenparade auch wichtige Sponsoren verloren. So sind etwa die Firmen Durex und Absolut Vodka seit 2025 nicht mehr am Event beteiligt. Insgesamt ist die Zahl der Sponsoren seit 2024 von 51 auf 43 geschrumpft. Die LGBTQIA+-Community lässt sich von den Kürzungen nicht unterkriegen: Rund 200 freiwillige Helfer unterstützen die Demonstration mit ihrem persönlichen Einsatz, wie die „WZ“ berichtete.
Pride sorgt für Verkehrschaos
Die Parade startet um 12 Uhr beim Rathausplatz und führt den Ring entlang – vorbei an Parlament, Oper und Urania, weiter über den Franz-Josefs-Kai bis zurück zum Rathausplatz. Erwartet werden rund 300.000 Besucherinnen und Besucher, das Ende ist für 16 bis 19 Uhr angesetzt. Der ÖAMTC und die Wiener Linien rechnen mit einem Verkehrschaos. Seit den Morgenstunden ist der Ring zwischen Oper und Franz-Josefs-Kai gesperrt, im Laufe des Tages folgen weitere Abschnitte. Der öffentliche Verkehr ist stark eingeschränkt.
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