Dem Bericht nach herrschte im Haus des 15-jährigen Mädchens aus dem kalifornischen Rocklin ein strenger Umgang mit dem Internet. Routinemäßig jeden Abend um 22 Uhr drehten die Eltern den Zugang zum Netz ab – sehr zum Leidwesen der pubertierenden Tochter.
Zusammen mit einer Freundin aus dem benachbarten Roseville schmiedete sie daher einen Plan, um das nächtliche Internetverbot zu umgehen: Gemeinsam besorgten die beiden in einem Fast-Food-Restaurant Milchshakes, versetzten diese mit verschreibungspflichtigen Schlafmitteln, die die 16-jährige Freundin mitgebracht hatte, und setzten den Erwachsenen anschließend den "K.-o.-Cocktail" vor.
Nichts ahnend, griffen diese zu und fielen schon bald darauf in einen tiefen Schlaf, von dem sie erst einige Stunden später mit unerklärlichen Kater-Symptomen wieder erwachten. Ohne sich dabei weiter etwas zu denken, legten sich die Eltern zunächst wieder schlafen. Als die Kopfschmerzen jedoch auch am nächsten Morgen noch nicht verschwunden waren, wandten sie sich für einen Drogentest an die Polizei.
Der Test fiel positiv aus und der Verdacht somit schnell auf die beiden Teenagerinnen, die sich nun "wegen Verschwörung und vorsätzlichen Mischens von Medikamenten mit Essen" vor Gericht verantworten müssen. Da die beiden Mädchen noch unter das Jugendstrafrecht fallen, dürfte ihnen eine Haftstrafe jedoch erspart bleiben.
Warum die beiden unbedingt ins Internet wollten, ist übrigens nicht bekannt. Dem Polizeisprecher nach sei dies für die Ermittlungen "weniger wichtig als der gepanschte Milchshake" gewesen. Ein Kindertherapeut verwies gegenüber der Zeitung darauf, dass es für Jugendliche gut sei, ihrer Individualität Ausdruck zu verleihen. Eltern zu betäuben sei aber "kein gesundes Maß an Rebellion".
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.