Mo, 12. November 2018

Route korrigiert

11.12.2012 12:33

Apple bessert Kartenfehler nach Polizeiwarnung aus

Apple hat nach einer Warnung der australischen Polizei einen potenziell lebensgefährlichen Fehler in seinem Kartendienst zumindest teilweise korrigiert. Wer sich jetzt eine Route in die Stadt Mildura anzeigen lässt, wird an den richtigen Ort geführt. Der Positionsanzeiger für die Stadt wurde allerdings Dienstag früh immer noch an der falschen Stelle mitten in einem Nationalpark angezeigt. Doch das ist vermutlich auf eine Eintragung in den offiziellen australischen Geodaten zurückzuführen.

Die Polizei im Bundesstaat Victoria hatte am Montag in ungewöhnlich scharfer Form zu Vorsicht bei der Nutzung von Apples eigenem Kartendienst gewarnt. Mildura war darauf etwa 70 Kilometer vom tatsächlichen Standort platziert worden. Da es in dem Nationalpark keine Wasserversorgung gebe und die Temperaturen 46 Grad erreichen könnten, handele es sich um eine "potenziell lebensgefährliche Angelegenheit", mahnte die Polizei.

In den vergangenen Wochen seien bereits mehrere verirrte Autofahrer gefunden worden, hieß es. Einige von ihnen seien bis zu 24 Stunden ohne Wasser gewesen und hätten auf der Suche nach Mobiltelefon-Empfang große Entfernungen durch gefährliches Gebiet zurückgelegt. So sei ein Mann kurz vor Einbruch der Dunkelheit in der Wildnis gelandet und habe sich nicht wieder zurückgetraut, aus Angst, nachts im Sand steckenzubleiben, berichtete die Zeitung "Guardian".

Der Online-Dienst "The Register" machte unterdessen die Behörden selbst als mögliche Fehlerquelle aus. Eine offizielle Website mit australischen Geodaten gibt tatsächlich die auf Apple-Karten angezeigte Position als "Mildura Rural City" an.

Fehlerhaftes Kartenmaterial
Apple hatte seinen eigenen Kartendienst mit der Markteinführung des iPhone 5 im September gestartet. Auch Millionen Nutzer älterer Geräte wechselten mit der Aktualisierung auf das neue Betriebssystem iOS 6 zu den Apple-Karten statt des bisherigen Google-Angebots. Sofort nach dem Start häufte sich Kritik, weil Anwendern viele Fehler, fehlende Details oder verzerrte Luftaufnahmen auffielen.

Apple-Chef Tim Cook entschuldigte sich bei den Kunden und empfahl, über das Internet Konkurrenzdienste etwa von Google oder Nokia zu nutzen, bis die Probleme behoben seien.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Schicksalsschlag
Zwei Mädchen verloren ihre geliebte Mama (39)
Oberösterreich
Die Bundesliga-Analyse
Konsel: „Länderspiel-Pause ist Segen für Rapid!“
Fußball National
„Es tut mir sehr leid“
Türke schoss viermal auf Landsmann: 14 Jahre Haft
Salzburg
Co-Trainer übernimmt
Paukenschlag! Ried-Coach Weissenböck tritt zurück
Fußball National
Informationen verkauft
U-Haft für den Bundesheer-Spion beantragt
Österreich
Nach vier Siegen
„Notnagel“ Santiago Solari bleibt Real-Trainer
Fußball International
Fest in der Staatsoper
100 Jahre Republik: „Zeichen stehen auf Sturm“
Österreich
Schutz für Riffe
Pazifikinsel Palau will Sonnencremes verbieten
Reisen & Urlaub

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.