Do, 18. Oktober 2018

Nachbesserung nötig

03.10.2012 13:03

Allen: Viel Lob für Windows 8 - aber teils "verwirrend"

Microsoft-Mitgründer Paul Allen, 2000 aus dem Unternehmen ausgeschieden, hat Windows 8 bereits ausgiebig getestet. Seine Erfahrungen mit Microsofts am 26. Oktober erscheinendem Betriebssystem hat er nun auf seiner Website veröffentlicht. Sein Urteil fällt positiv aus: Die neuen Tablet-Features seien "besonders kühn und innovativ", er sei von Windows 8 allgemein "beeindruckt". Allerdings gebe es auch "verwirrende" Aspekte, zudem sei noch Nachbesserung nötig.

Er nutze die Vorschau-Version von Windows 8 nun seit einigen Monaten auf PC und Tablet, einem Samsung 700T, beschreibt Allen auf seiner Website. Er sei "beeindruckt", wie clever Desktop- und Tablet-Unterstützung in einem Betriebssystem vereint wurden. Zudem sei die Gesten-Navigation am Tablet "recht befriedigend". Windows 8 sei seiner Ansicht nach flotter und reagiere besser als der Vorgänger Windows 7.

Doppelte Software-Versionen "verwirrend"
Doch es gibt auch Kritik: "Ich bin auf einige verwirrende Aspekte von Windows 8 gestoßen", so Allen über seinen Test. Die "bimodale" Arbeitsweise könne für Irritationen sorgen, da man zwei Versionen derselben Anwendung – zum Beispiel des Internet Explorer – gleichzeitig öffnen und verwenden könne. Dabei würden aber zum Beispiel Lesezeichen von der Tablet- nicht in die Desktop-Version übernommen. "Man kann hoffen, dass das bei einer künftigen Veröffentlichung ausgebessert wird."

Konfuser Wechsel zwischen PC- und Tablet-Modus
Zudem sei verwirrend, dass Windows 8 des Öfteren unerwartet zwischen PC- und Tablet-Modus hin und her springe. Schuld sei, dass Dateien nicht einfach mit einem Programm verknüpft seien, sondern mit der Desktop- oder Tablet-Variante einer Software. Öffne man etwa auf dem PC in Outlook ein PDF, werde es im Microsoft Reader dargestellt – diese Anwendung sei aber für Tablets besser geeignet als den PC. Auch beim Anklicken eines Links könne es auf dem PC passieren, dass sich statt des Desktop-Internet-Explorers die abgespeckte Tablet-Variante des IE öffne.

Manuelle Änderungen nötig
Wer die ungewollten Tablet-Anwendungen schließe, kehre überdies nicht in den Desktop-Modus zurück, sondern werde auf den Startbildschirm der Tablet-Version geschickt und müsse von dort manuell auf die PC-Variante wechseln. Immerhin könne man über die Windows-Taste bzw. den Button auf einem Tablet schnell hin- und herschalten. Ändern könne man die Vorgehensweise nur, indem man manuell Verknüpfungen mit den Software-Versionen einstelle, so Allen. "Mir persönlich wäre es fast immer lieber, Windows würde mich in dem Modus lassen, in dem ich mich gerade befinde."

Daneben gibt es weitere Kritikpunkte, etwa gebe es Probleme mit mehreren Monitoren, zudem sei bei vielen Kacheln der Tablet-Oberfläche eine Menge Scrollarbeit nötig, es gebe keine Uhr auf dem Start-Bildschirm und die Software-Tastatur erscheine bei Benutzung von Windows 8 im Desktop-Modus auf einem Tablet nicht automatisch.

"Kurze Eingewöhnungszeit" nötig, Allen aber "begeistert"
Insgesamt kommt Allen zum Schluss: "Windows 8 braucht sicher eine kurze Eingewöhnungszeit, bevor die Nutzer mit dem bimodalen Betriebssystem vertraut sind und sich damit wohlfühlen." Dennoch sollten PC-Nutzer mit kleinen Anpassungen schnell wie gewohnt mit dem neuen Windows arbeiten können. Besonders "begeistert" sei er von den Möglichkeiten der Anwendung auf dem Tablet. Das Interface sei elegant und reagiere gut. Durch die Möglichkeit, jederzeit in den Desktop-Modus zu wechseln, habe man auch als Tablet-Nutzer die Flexibilität, traditionelle Applikationen zu verwenden und "unterwegs effizienter und produktiver zu werden". Die Touch-Bedienung scheine der "natürliche Fortschritt in der Evolution von Betriebssystemen" und mit Windows 8 sehe er "eine sehr vielversprechende Zukunft", so Allen abschließend.

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