Aufgepolstert

Bauchfett für das Hinterteil: Po-OPs in den USA der Hit

Gesund
25.09.2012 11:52
Immer mehr Frauen in Kalifornien lassen sich das Gesäß aufpolstern. Vorbilder sind die Ice-Ts Ehefrau Coco oder US-Realitystar Kim Kardashian - auch der kurvige Po von "Modern Family"-Darstellerin Sofia Vergara gilt den Po-Begehrern als nachahmenswert. Alle der drei Ladys behaupten übrigens, dass ihre wohlgeformten Sitzhocker von Gott gegeben sind.

Nicht nur das Gesicht soll faltenfrei sein und die Körbchengröße stimmen, auch der Po soll straff und ein echter Hingucker sein: Nach Facelifts und Brustvergrößerungen sind in Kalifornien nun Po-OPs der letzte Schrei. Ob größer, runder oder glatter - kosmetische Eingriffe am Hinterteil haben deutlich zugenommen. Das so verschönerte Gesäß sei gut für die Patientinnen, "ihre Beziehung, ihre Ehemänner, ihr Selbstvertrauen", sagt der Schönheitschirurg Ashkan Ghavami in Beverly Hills.

Eigenfettspritze in den Po
Die 21-jährige Kristina hat sich bei Ghavami unters Messer begeben: "Ich wusste einfach, dass ich unglücklich war", erzählt sie. "Und dann habe ich etwas für mich getan, das mich glücklich machte. Ich fühle mich großartig." Der iranischstämmige Ghavami, Professor an der Universitätsklinik in Los Angeles, führte bisher bei rund 700 Patienten Po-Straffungen durch. Statt mit Implantaten arbeitet Ghavami mit Eigenfett der Patienten, das am Bauch, den Schenkeln oder Armen entnommen und in den Po gespritzt wird.

Eine 49-jährige Buchhalterin entschloss sich zur Operation, weil es "bestimmte Regionen gibt, an denen auch noch so viele Diäten und Sport nichts ändern", sagt die Frau, die anonym bleiben will. "Mit 49 habe ich mir dann gesagt: Warum nicht? Du wirst dich dadurch viel besser fühlen, deine Kleider werden besser sitzen." Vor der OP habe sie noch viereinhalb Kilogramm zugenommen, betont sie. "Damit mehr Fett zum Übertragen vorhanden ist, je mehr desto besser. An meinem Gewicht hat die OP dann nichts verändert, aber jetzt ist es besser verteilt."

Ghavami führt die Operationen seit sieben Jahren durch, die meisten davon in den vergangenen drei bis vier Jahren. "Bisher lag der Fokus auf den Brüsten, dass sich die Körpergestaltung auf den Hintern konzentriert, ist eindeutig neu", sagt der Arzt, der die Po-Straffungen mit dem Körperfett als erster machte und nun andere Chirurgen darin unterweist. Am beliebtesten sind sie in Los Angeles, wo Botox-Behandlungen, falsche Wimpern, Gesichtslifting oder Haarentfernung per Laser an der Tagesordnung sind.

Leiden für den schönen Hintern
Doch wer einen schönen Hintern haben will, muss leiden. "Wir machen kleine Schnitte, gehen mit einer Kanüle rein und saugen das Fett in einen sterilen Behälter. Dann waschen wir es und ziehen es auf Spritzen und injizieren es in den Po", erklärt Ghavami. "Dabei wird die Haut darunter gefüllt, was übrigens auch die Cellulite bessert." Bilder dazu siehst du oben.

Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben der US-Vereinigung der Plastischen Chirurgen mit rund 13,8 Millionen fünf Prozent mehr kosmetische Operationen durchgeführt als 2010. Ganz oben steht die Brustvergrößerung, gefolgt von Nasenkorrekturen, Fettabsaugen und Lifting. Die Po-OPs legen dabei stetig zu. "Im Moment ist es für viele Chirurgen neu, deshalb werde ich eingeladen, darüber zu referieren, es ist im Trend", sagt Ghavami. Mit umgerechnet 7.000 bis 12.000 Euro schlägt ein solcher Eingriff zu Buche.

Unangenehmster Teil auf dem Weg zum perfekten Hinterteil sind die Wochen nach der Operation. "Diesen Teil vergesse ich lieber", sagt die 49-jährige Buchhalterin. Drei Wochen konnte sie nicht sitzen, schlafen war im ersten Monat nur auf der Seite möglich. "Als ich ins Büro zurückkehrte, konnte ich wieder sitzen. Aber ich habe eine Weile auf den Knien gearbeitet."

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Gesund
25.09.2012 11:52
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung