Hochexplosives Gift

Lkw-Lenker verunfallt mit 13.000 Litern Schadstoff

Kärnten
27.05.2026 19:39

Drei Meter in die Böschung gestürzt ist ein 65-Jähriger aus Deutschland am Mittwochvormittag um 9.30 Uhr. Der Unfall ereignete sich in einer S-Kurve auf der Infineon Straße im Stadtgebiet von Villach. Schadstoffe sind aus dem Sattelzug ausgetreten. 

Das Fahrzeug war mit 13.000 Litern Gift beladen, als es aus bisher unbekannter Ursache in einer S-Kurve auf das Bankett kam. Der Lenker verlor daraufhin die Kontrolle und stürzte samt Fahrzeug über eine drei Meter hohe Böschung. 

Lkw-Lenker in der Kabine eingesperrt
Der beladene Sattelzug kam dabei auf der Beifahrerseite zum Liegen. Sofort verständigten nachkommende Straßenteilnehmer die Rettung. Eintreffende Polizeistreifen sperrten großräumig die Unfallstelle. Weitere Fahrzeuge mussten ausweichen.

Der 65-Jährige konnte schließlich von den Einsatzkräften und mehreren Feuerwehren mühsam durch die Windschutzscheibe aus der Führerkabine befreit werden. Er wurde mit Verletzungen unbestimmten Grades in das LKH Villach eingeliefert. Doch damit war die Arbeit noch nicht erledigt.

Die Einsatzkräfte mit Anzug und Atemschutzmasken bei den Aufräumarbeiten.
Die Einsatzkräfte mit Anzug und Atemschutzmasken bei den Aufräumarbeiten.(Bild: Hauptfeuerwache Villach)
Drei Feuerwehren im Einsatz auf der Infineon Straße.
Drei Feuerwehren im Einsatz auf der Infineon Straße.(Bild: Hauptfeuerwache Villach)
Aufgrund der prallen Hitze stellten die Hilfskräfte sogar einen Ventilator auf.
Aufgrund der prallen Hitze stellten die Hilfskräfte sogar einen Ventilator auf.(Bild: Hauptfeuerwache Villach)

Hitze und hochexplosives Gift
Während des Unfalles ist das Transportgut – ein gefährliches Betriebsmittel, auf die Straßenbahn gelangt. „Die gut 13 000 Liter Betriebsmittel waren hochentzündlich. Zum Glück sind nur wenige Mengen der gefährlichen Stoffe ausgetreten“, so Alexander Scharf von der Hauptfeuerwache Villach.

Dennoch mussten die Einsatzkräfte die ausgetretenen Mengen in Schutzanzügen binden. „Die Arbeit war aufgrund der enormen Hitze äußerst anstrengend“, berichtet Scharf. Währenddessen bauten Einsatzkräfte der Hauptfeuerwache Villach, FF St. Perau sowie die Betriebsfeuerwehr Infineon einen Brandschutz rund um die Unfallstelle.

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Insgesamt 14 einzelne Behälter mit einem Fassungsvermögen von 1.000 Litern wurden sichergestellt.

Einige der Schadstoffbehälter waren teilweise ungesichert und verkeilt – die Hilfskräfte mussten sie zuerst mit einem Hebekissen hochziehen und in weiterer Folge mit dem Feuerwehrkran bergen. Auch der Boden war laut der Landespolizeidirektion kontaminiert und musste abgetragen werden. Während der Bergung der Giftstoffe war die Umweltbehörde involviert. Der Einsatz dauerte bis in die späten Abendstunden. 

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