Und so soll das System funktionieren: Spezielle Kameras sind an Facebook gekoppelt, betritt ein Kunde das Geschäft, wird das Gesicht gescannt und die Daten des dazugehörigen Nutzers aus dem Internet abgerufen. Denn jeder erstellt – ohne es bewusst zu wollen – mit seinen Klicks auf Seiten, die ihn ansprechen, ein Profil von sich. Basierend auf diesen "Gefällt mir"-Angaben fasst das System eine Angebotsliste zusammen, die an den Einkäufer geschickt wird.
Natürlich muss jeder Facebook-Nutzer diese Aktion schon im Vorfeld autorisieren, trotzdem schlagen die Datenschützer angesichts der Spionagekameras die Hände über den Köpfen zusammen. Die Angst der Experten: Die Bilder könnten missbräuchlich verwendet werden, außerdem könnten die Informationen über Freunde und Netzwerke sehr schnell in die falschen Hände geraten.
Die Macher der Facebook-App – die Werbe- und Marketingagentur Redpepper – erhofft sich indes eine Reihe von Vorteilen für Kunden und Unternehmen. Durch maßgeschneiderte Angebote, die der Kunde beim Betreten des Geschäfts erhält, könnten sich beide Seiten etwa das Rätselraten darüber, was der Kunde wünscht bzw. wo dies zu finden ist, ersparen. Derzeit befindet sich das System noch in einer Testphase.
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