Wie schon in den Jahren zuvor sei das Unternehmen auch dazu aufgefordert worden, politische Äußerungen aus dem Netz zu nehmen, monierte Dorothy Chou, Politikberaterin bei Google, im Unternehmensblog.
Etwa 7.000 Inhalte bemängelten die Gerichte in mehr als 60 Ländern - eine Anfrage konnte sich auf mehrere Videos oder Internetadressen beziehen. Im Durchschnitt gab Google 65 Prozent der Anfragen nach. Zu den Gerichtsanordnungen kamen zusätzlich mehr als 500 Anfragen von Polizei und Verwaltung, von denen das Unternehmen 47 Prozent umsetzte.
Besonders alarmierend sei, dass "einige Anfragen aus Ländern kommen, von denen es nicht unbedingt zu erwarten war - westliche Demokratien, die man nicht typischerweise mit Zensur in Verbindung bringt". So sei aus Kanada der Wunsch gekommen, ein YouTube-Video von einem Kanadier zu löschen, der auf seinen Reisepass uriniert und ihn dann die Toilette hinunterspült. Dem sei das Unternehmen nicht nachgekommen.
Spanische Behörden wollten etwa 270 Suchergebnisse löschen lassen, die auf Blogs und Zeitungsartikel unter anderem über Politiker verwiesen. Aus Polen sei eine Anfrage von einer öffentlichen Organisation gekommen: Verlinkungen auf eine Website, auf der sie sich kritisiert fühlte, sollten aus dem Netz verschwinden, so der Internetkonzern in seinem aktuellen "Transparency Report".
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