Nach dem Rückzug großer Unternehmen sind die Werbeeinnahmen des einst als Twitter bekannten Online-Dienstes X deutlich gesunken. Einem Bericht zufolge sollen die Werbeerlöse heuer auf etwa 2,5 Milliarden Dollar zurückgehen.
Das berichtete die Wirtschaftsagentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf einen Insider. Demnach soll in den ersten drei Quartalen 2023 jeweils etwas mehr als 600 Millionen Dollar an Werbeeinnahmen gehabt haben und für den laufenden Zeitraum eine ähnliche Summe erwarten.
In den letzten vier Quartalen von Twitter als börsennotierte Firma, die den Zeitraum zwischen dem zweiten Halbjahr 2021 und dem ersten Halbjahr 2022 abdecken, waren es laut LSEG-Daten noch insgesamt 4,7 Milliarden Dollar.
Joe Benarroch, Leiter des Geschäftsbetriebs bei X, sagte der Nachrichtenagentur Reuters, der Bloomberg-Bericht gebe nur ein unvollständiges Bild des gesamten Geschäfts wieder, da die Quellen, auf die sich Bloomberg stütze, keine genauen und umfassenden Angaben machten.
In Ungnade gefallen
Mehrere Unternehmen, darunter der Unterhaltungskonzern Walt Disney, haben ihre Werbung auf X pausiert, nachdem Musk im November einem Beitrag auf X zugestimmt hatte, in dem es hieß, jüdische Menschen würden Hass gegen Weiße schüren. Musk hatte daraufhin die Firmen beschimpft („Go fuck yourself“).
Bereits im Jahresverlauf hatte sich Musk wiederholt zu politischen Themen geäußert, was ihm auch Kritik einbrachte. So hatte er gefragt, warum sich die US-Politik mehr um die Ukraine als um die Grenze der USA kümmere.
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