Hamann schimpft:

„Verhalten wird Verein dieser Größe nicht gerecht“

Champions League
17.04.2026 09:57
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Von krone Sport

Didi Hamann hat Real Madrid dafür kritisiert, nach dem Ausscheiden in der Champions League in Schiedsrichter Slavko Vincic den Schuldigen zu suchen. „Dieses Verhalten wird einem Verein dieser Größe nicht gerecht“, urteilte der Experte in seiner Kolumne für Sky.

Hintergrund: Spieler wie Trainer schimpften nach der Partie über die Entscheidung des Unparteiischen, Eduardo Camavinga für dessen Spielverzögerung mit Gelb-Rot vom Platz zu schicken. 

Unsportlich, wie Hamann findet: „Real hat sich nach dem Ausscheiden über die Schiedsrichterleistung beklagt. Wir kennen das von ihnen: Wenn sie wichtige Spiele verlieren, ist immer der Schiedsrichter schuld. Dieses Verhalten wird einem Verein dieser Größe nicht gerecht.“

(Bild: Kronen Zeitung)

Entscheidung „hart, aber vertretbar“
Dabei könne man die Aktion durchaus so pfeifen. „Ich fand den Platzverweis gegen Camavinga hart, aber vertretbar. Man muss jedoch auch sehen, dass es vor dem Freistoß zum 2:1 für Real kein Foul war und vor dem dritten Madrider Tor Stanisic gefoult wurde. Wenn sich jemand also nicht über den Schiedsrichter beschweren durfte, war es Real Madrid“, meinte der ehemalige Bayern-Profi.

Camavinga flog gegen die Bayern vom Platz. Auch Arda Güler sah nach dem Schlusspfiff die Rote ...
Camavinga flog gegen die Bayern vom Platz. Auch Arda Güler sah nach dem Schlusspfiff die Rote Karte.(Bild: AFP/APA/Alexandra BEIER)

Raunzereien und Beschwerden würden sich mittlerweile durch die ganze Mannschaft ziehen, so Hamanns Beobachtung. „Güler hat ein super Spiel gemacht und zwei Tore erzielt, aber nach dem Schlusspfiff Rot gesehen. Spieler wie Bellingham oder Vini Junior sind in der Vergangenheit immer wieder mit ihrem Verhalten gegenüber den Schiedsrichtern aufgefallen. Es haben sich Dinge festgesetzt, die jetzt junge Spieler annehmen, und das ist für einen Verein verheerend, denn du brauchst eine Kultur, in der Disziplin und Respekt im Vordergrund stehen. Das ist bei Real in den vergangenen Jahren verloren gegangen“, wünscht sich der 52-Jährige, dass die „Königlichen“ aufhören, stets bei den anderen die Schuld zu suchen. 

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